Das Bascot Trabrennen

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Während des Jahres schläft die Trabrennbahn in Baden bei Wien einen Dornröschenschlaf. Nur an ausgewählten Tagen – meist sonntags – zwischen Anfang Juli und Mitte September erwacht sie zum Leben. Rennpferde, Jockeys, Trainer, Rennstallbesitzer und jede Menge schaulustiger Besucher bevölkern dann das Gelände. Am Nachmittag, wenn die größte Mittagshitze vorbei ist, beginnt der Renntag meist mit Probe- und Qualifikationsrennen. Danach folgt ein Rennen dem nächsten im Halb-Stunden-Rhythmus.

 

125 Jahre Trabrennbahn Baden Bascot
Die älteste Trabrennbahn Österreichs

 

Spannende Trabrennen in historischer Atmosphäre

Es sieht nicht gerade bequem aus, wie die Jockeys mit gespreizten Beinen auf dem Leichtbau-Sulky hinter ihren Pferden gespannt hängen. Kurz vor Rennbeginn biegt das Gespann aus der Boxengasse, um sich aufzuwärmen. Zu dem spannungsgeladenen Instrumentalstück Lucifer von Alan Parsons Project ziehen sie ihre Trainingsrunden. Wer sich mit Pferden auskennt, kann sich zu diesem Zeitpunkt auch noch schnell ein Bild vom Fitnesszustand der Pferde machen, bevor er seine Wette einreicht. Zum Start reihen sich die Traber gemäß ihrer gezogenen Startnummer im Laufschritt hinter dem Fahrzeug, das mit ausgebreiteten Gitterflügeln voran fährt. Ist eine gewisse Marke erreicht, je nach Streckenlänge, gibt der Wagen Gas, um aus dem Weg zu kommen und das Rennen geht los.

Je nach gesetzter Summe fiebert das Publikum mehr oder weniger mit, bis die Pferde mit wehenden Mähnen die Ziellinie queren. Ausgewählte VIPs erleben das vom Richterturm aus, der gegenüber der Haupttribüne auf der Innenseite des Rennparcours liegt. Das Motto des Trabrennvereins in Baden lautet „Traben hautnah“. Die Bauten stammen vom Ende des 19. Jahrhunderts und geben der Veranstaltung einen besonderen Flair. Getoppt wird die Stimmung nur wenn am Abend die Sonne untergegangen ist und die Bahn in einem unwirklichen Flutlicht getaucht liegt.

Glück in der Liebe – Pech im Spiel

Ich darf mich nicht beschweren, was das Glück in der Liebe angeht. Entsprechend schlecht habe ich bei meinen Pferdewetten abgeschnitten. Nun, ich will zugeben, dass ich mich bei der Wahl meiner Favoriten maßgeblich von den wohlklingenden Namen der Pferde leiten ließ. Nur mein Schatz hat noch mehr Geld verloren und das, obwohl er sich eingehend mit der Rennhistorie der Pferde beschäftigt hatte, die dem Programmheft zu entnehmen war.

 

125 Jahre Trabrennbahn Baden Bascot
Wer mit Hut kommt, darf gratis hinein. Buntes Treiben neben der Rennbahn

 

Bascot – Pferderennen mit Hut

Einmal im Jahr lädt die Rennbahn zu einem ganz besonderen Renntag: Bascot. In Anlehnung an die legendäre Pferderennbahn Ascot, wo der traditionsbewusste Engländer mit Hut erscheint. Es lohnt sich, mit besonders aufwändiger Hutkreation zu erscheinen, denn eine Jury prämiert die spektakulärsten Auftritte. Wer hier keine Chance hat, kann immer noch bei der großen Tombola abräumen. Der erste Preis war bei meinem Besuch ein Auto und der zweite ein Pferd. Lustigerweise hat der Sponsor des Autos das Pferd gewonnen. Darüber war ich nicht wirklich traurig, denn so ein Pferd passt so schlecht in einen Koffer. Leider habe ich auch keinen der anderen Preise gewonnen. Dabei hätte ich wirklich sehr gerne einen der leckeren Fresskörbe mitgenommen.

 

Mein Reisetipp:

Dieses Jahr feiert die Trabrennbahn ihr 125-jähriges Jubiläum. Zusätzlich findet am Sonntag, den 20.08.2017, zum 25. Mal Bascot statt. Normalerweise kostet der Eintritt 6 Euro, wobei schon 3 Euro Wettgutschein mit enthalten sind. Wer aber am Bascot-Renntag mit entsprechender Kopfbedeckung erscheint, erhält kostenlosen Eintritt.

Das Heft mit dem Rennprogramm und Details zu den Pferden gibt es jeden Renntag neu für 3,20 Euro.
Trabrennbahn Baden

Gewinnspiel Hinweis: 2012 gewannen Leichtathleten dieses Landes je einmal Bronze und einmal Silber bei den Olympischen Sommerspielen in London…

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Kristine Hoffmann

Ich liebe es zu reisen und Neues zu entdecken. Durch meine Eltern habe ich als Kind schon in der halben Welt gelebt. Manche behaupten, es gäbe kein Land, in dem ich noch nicht war. Das stimmt nicht ganz. Ich arbeite aber daran. :) Im Moment lebe ich in Deutschland. Doch am liebsten bin ich in der Welt unterwegs. Egal ob Städtereisen, Wanderungen oder kulinarische Erlebnisse, Hauptsache es gibt etwas zu erleben, zu fotografieren und darüber zu berichten. Ansonsten bin ich vernarrt in alle Fellnasen, mache zu allem gerne ein Gedicht und für ein leckeres Stück Käsekuchen nehme ich jeden Umweg in Kauf.

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