Rückblick auf die bisherige Saison 2017

Noch ist Sommerpause in der Formel 1. Elf Rennen sind vorbei, Zehn stehen noch aus. Ferrari und Mercedes liefern sich einen erbitterten Kampf, McLaren-Honda kommt langsam auch mal in die Punkte und Lance Stroll beendet Rennen. Schauen wir mal, was sich aus meiner Vorschau  bereits bewahrheit hat. Ein schneller Rückblick auf die absolvierten Rennen der Saison 2017.

Die Top-Teams

Schon zum Auftakt in Australien wurde recht deutlich, dass in der Formel 1 Saison 2017 Mercedes und Ferrari die besten Karten haben. Die ersten beiden Startreihen gehören seit dem ersten Rennen fast immer diesen beiden Teams, häufig in der Paarung der beiden WM-Rivalen Hamilton und Vettel.

Diese beiden haben bisher auch die meisten Rennen gewonnen (jeweils vier) und liegen in der Wertung 14 Punkte auseinander. Neu-Mercedes-Fahrer Bottas konnte das in ihn gesetzte Vertrauen bestätigen und errang seine ersten zwei Poles und Siege. Ricciardo schaffte immerhin einen Sieg und ist damit der einzige Fahrer der ganz oben stand und dabei nicht für Mercedes oder Ferrari fuhr.

Bottas Chancen

Es wirkt zwar, als wäre der Titelkampf schon fest zwischen Hamilton und Vettel verankert, Bottas hat aber wenigstens ein kleines Wörtchen mitzureden. Er hat nur 19 Punkte Rückstand auf seinen Teamkollegen und 23 auf Vettel. Wir erinnern uns, im letzten Jahr war Hamilton schon mit über 50 Punkten im Rückstand und kämpfte sich sogar auf die Spitzenposition. Abschreiben sollte man ihn also nicht und zumindest theoretisch könnte auch Red Bull noch mitreden und sich wenigstens als entscheidender Faktor in der Titelentscheidung der Formel 1 Saison 2017 offenbaren.

Ferrari ist also nach der mageren Vorsaison wieder da, wo sie stehen wollen und Mercedes hat einen ernstzunehmenden Rivalen. Vettel ist besser gelaunt als letztes Jahr, was aber auch kein Wunder ist.

Das Mittelfeld

Force India scheint wie jedes Jahr einfach „Best of the Rest“ werden zu wollen, Platz 4 mit 60 Punkten Vorsprung, Perez auf 7 und Ocon auf 8 und bei fast jedem Rennen beide Autos in den Punkten. Höher wird es wohl nicht mehr gehen.

Mit 60 Punkten Rückstand weit abgeschlagen liegt Williams in der Formel 1 Saison bisher auf Rang Fünf, nur zwei Pünktchen vor Torro Rosso. In den ersten Rennen zeigte Stroll, dass er, wie vorhergesehen, noch einiges zu lernen hat. Vier Ausfälle in sechs Rennen, keine Punkte. Doch dann kam sein Heim-Grand-Prix. Neunter und damit die ersten zwei Punkte auf dem Konto. Noch besser wurde es dann in Baku. Hier lag Stroll lange Zeit hinter dem Führenden Ricciardo auf Platz Zwei, bis Bottas ihn kurz vor der Zielgeraden doch noch packen konnte und Stroll somit nur Dritter wurde. Gefreut hat er sich trotzdem über sein erstes Podium und prompt fuhr er beim Rennen danach auch wieder einen Punkt ein. Er liegt derzeit nur fünf Punkte hinter seinem Teamkollegen Massa.

Toro Rosso

Bei Toro Rosso läuft dieses Jahr scheinbar gar nicht so viel rund, was aber hauptsächlich an Kvyat liegt, der nur mickrige vier Punkte geholt hat, während sein Teamkollege Sainz jr. 35 auf dem Konto hat und jedes Mal in den Punkten war, wenn er das Rennen beenden konnte. Man kann schon das Gefühl bekommen, dass irgendwie die Luft raus ist. Kein Wunder, dass Haas ihnen dieses Jahr auf den Fersen ist, die jetzt schon so viele Punkte haben, wie  am Ende der Formel 1 Saison 2016. Zwar sind es noch 10 Punkte Abstand, aber diese können schnell dahinschrumpfen. Haas hat den Vorteil, dass beide Fahrer ähnlich gut abliefern, auch wenn sie immer einen Tacken langsamer sind als Toro Rosso. Trotzdem wird Toro Rosso und vor allem Kvyat aufpassen müssen.

Renault

Dicht hinter Haas kommt schon Renault mit derzeit nur drei Punkten Rückstand. Sämtliche Punkte hat Neuzugang Hülkenberg eingefahren, der sich somit den zehnten Platz in der Fahrerwertung sichert. Ein riesen Schritt nach vorn, denn schon jetzt hat man mehr als dreimal so viele Punkte wie letzte Saison, Haas und Toro Rosso sind einholbar, aber dafür muss auch Palmer endlich mal zeigen, dass er Punkte holen kann.

Der traurige Rest

McLaren hat dieses Jahr das große Seuchenjahr erwischt. Nachdem sie letztes Jahr 76 Punkte und Platz 6 in der Konstrukteurswertung holen konnten und scheinbar auf einem guten Weg waren, läuft es dieses Jahr schlechter als im ersten Jahr der Rückkehr von Honda. Mickerige 11 Punkte, nur dreimal in den Punkten und technische Probleme ohne Ende. Das ist keine gute Ausbeute für Alonso, der mehrfach seinen Unmut mitgeteilt hat.

Dahinter kommt nur noch Sauber, die das gleiche Fahrerproblem haben wie Renault. Nur Wehrlein bringt Punkte rein, während Ericsson nur zweimal Elfter wurde. Da Sauber aber die Motoren vom letzten Jahr fährt, geht es da auch nicht viel weiter hoch, auch wenn sie mit 5 Punkten nur 6 Punkte hinter McLaren liegen. Dass Monisha Kaltenborn entlassen wurde, die sich für Wehrlein einsetzte und nun ein neuer Motorenvertrag mit Ferrari für nächstes Jahr ansteht, setzt ein Fragezeichen hinter Wehrleins Karriere. Der Ferarri Ersatzmann Antonio Giovinazzi gilt als ziemlich sicherer Fahrer bei Sauber für 2018 und Ericsson hat trotz fehlender Leistung mehr Fürsprecher bei Sauber.

Ausblick auf die Formel 1 Saison 2017

Auto und Motorsport

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