CarVia Europa Roadtrip 2017 – die Tour-Autos

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CarVia Europa Roadtrip 2017
Die CarVia-Flotte unterwegs
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CarVia Europa Roadtrip 2017 – die Tour-Autos

2000 Km durch Europa. 10 Teilnehmer der CarVia-Tour genießen die Strecke und vor allem die exklusiven Fahrzeuge. Porsche 911, Porsche 718 Cayman, Porsche Macan GTS, Porsche Macan S Diesel und Mercedes-Benz G 500. Lokationen wie Timmelsjoch, Gardasee, Modena, Bologna, Ancona, Zadar, Zagreb, Ljubljana und Wörthersee. 10 Tage Kurvenhatz und Cruisen unterbrochen von Stadtführungen, Inselerkundungen und viel Spaß!

CarVia Europa Roadtrip 2017
Die Auto-Flotte des CarVia Europa Roadtrips 2017

Der Europa Roadtrip

Wie bereits im September 2017 hier im LSLB-Magazin angekündigt, veranstaltet CarVia Autovermietung einen exklusiven Europa Roadtrip. 10 Teilnehmer fahren 10 Tage mit 5 exklusiven Autos 2000 Km durch Deutschland, Österreich, Italien, Kroatien und Slowenien. Hier werde ich mich den fünf rollenden Spaßverbreitern widmen – den Reisebericht können Sie auf dem CarVia-Blog genießen. Die Teilnehmer waren in fünf Zweier-Teams aufgeteilt. Die heißen Öfen wurden täglich von Zweierteam zu Zweierteam weitergetauscht.

Der Konvoi sorgte vor allem in den Städten für umgedrehte Köpfe. Die Hotels bemühten sich, die Autos besonders repräsentativ vor den Hotels zu parken und wünschten sich dann auch Fotos von dem ganzen Setting. Auf den Landstraßen fuhren die langsameren Autos öfters rechts ran, um uns vorbeizulassen. Alles in Allem wurden wir überall sehr freundlich und wohlwollend aufgenommen.

CarVia Europa Roadtrip 2017
Die Tour führt von Deutschland über Italien, Kroatien, Slowenien und Österreich wieder retour

Die flotte Flotte

Porsche 911: Der Porsche schlechthin. Auch in seiner aktuellsten Version hat er nichts vom Mythos verloren. Fahrleistungen, die einem Sportwagen alle Ehre machen, der Sportauspuff röhrt und die Karosserie ist seit Jahrzehnten unverkennbar.

Daten: 6 Zyl. Boxer, Turbo Benziner, 370 PS, 0-100 in 4,4 Sek, Vmax 293 Km/h

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Porsche 911 von CarVia

Porsche 718 Cayman: Als Boxster geboren, treibt er sich nun als 718er herum. Präzise und leichtfüßig fühlt er sich auf kurvigen Landstraßen am wohlsten – die Ausgewogene Gewichtsverteilung durch das Mittelmotor-Konzept hilft dabei.

Daten: 4 Zyl. Boxer, Turbo Benziner, 300 PS, 0-100 in 4,9 Sek, Vmax 280 Km/h

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Porsche 718 Cayman von CarVia

Porsche Macan GTS: Er vereint die Fahrleistungen eines Sportwagens mit den Alltagsvorteilen eines Kompakt-SUVs. Ein kräftiger Motor vereint mit betörendem Sound – das kann was.

Daten: V6, Biturbo Benziner, 360 PS, 0-100 in 5,2 Sek, Vmax 270 Km/h

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Porsche Macan GTS von CarVia

Porsche Macan S Diesel: Ein komfortabler Kompakt-SUV mit genügend Power und einem Bullen-Drehmoment. Die gewaltige Reichweite macht ihn zu einem idealen Reisewagen.

Daten: V6, Turbo Diesel, 258 PS, 0-100 in 6,3 Sek, Vmax 250 Km/h

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Porsche Macan S Diesel von CarVia

Mercedes-Benz G 500: Eine absolute Wucht-Brumme. Ursprünglich als reines Arbeitstier konzipiert, schaffte es der ‚G’ in die Luxus-Klasse. Der V8 hämmert die Stilikone über Berg und Tal, dass es eine Freude ist.

Daten: V8, Biturbo Benziner, 421 PS, 0-100 in 5,6 Sek, Vmax 210 Km/h

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Mercedes-Benz G 500 von CarVia

Porsche 718 Cayman

Der 718 Cayman ist als Leichtgewicht der Truppe und am flinksten in engen Kehren unterwegs – dank der Gewichtsverteilung mit dem Mittelmotor. Er beschleunigt mit dem aufgeladenen 4-Zylinder-Boxer mühelos und vehement – ob auf der Autobahn oder hinauf auf den Berg. Die Kurvengeschwindigkeit ist manchmal beängstigend hoch, da braucht es den ganzen Mut. Flott unterwegs fangen ihn die guten Bremsen schnell wieder ein. Mit seinen 2 Kofferräumen bietet der 718 ausreichend Stauraum für 2 Personen. Die tiefe Sitzposition und die Kompaktheit fördern das Sportler-Feeling. Kleiner Wermutstropfen: das Fahrwerk verhält sich auf nicht perfekt glatten Straßen schnell unruhig bis teils ruppig.

Porsche 911

Hier wirkt der 911er deutlich souveräner. Das Fahrwerk ist komfortabler, der 6-Zylinder-Boxer arbeitet ruhiger und macht mit seinem Sound auch nach sechsstündiger Fahrt noch süchtig. Das Kurvenhandling ist messerscharf! Jede Biegung zaubert einem zwangsweise ein breites Grinsen ins Gesicht. Der Vorwärtsdrang ist gewaltig – das Drehzahllimit muss man selten ankratzen.

Porsche Macan GTS

Der Macan GTS ist die absolute Allzweck-‚Waffe’ des Quintetts. Durch die erhöhte Sitzposition ist Übersicht und somit Fahrkomfort überraschend gut. Im Vergleich zu den beiden Sportwagen lässt es sich gemütlich über die Landstraßen gleiten. Der V6-Biturbo-Motor klingt richtig böse und macht mit offenen Klappen bei jeder Drehzahl richtig Spaß. Die Gänge sind sehr lang übersetzt. Bei zügiger Beschleunigung von Stadt- auf Autobahntempo verbleibt man eine gefühlte Ewigkeit im 3. Gang – eine kurze und knackige Übersetzung würde mehr Sport-Feeling vermitteln. Trotz des hohen Gewichts wirft sich der GTS beachtlich um die Kurven. Durch Allrad krallen sich alle Viere nach dem Scheitelpunkt forsch in den Asphalt, um nach vorne zu stürmen. Das Platzangebot ist für vier Leute inkl. Gepäck auf jeden Fall angemessen – er überzeugt als kompakter Sport-SUV vollkommen.

Porsche Macan S Diesel

Der Macan S Diesel ist der deutlich gemütlichere Porsche. Nach dem Umsteigen vom GTS fehlt etwas – die Soundkulisse. Dafür punktet der Diesel mit seinem hohen Drehmoment. Schon bei kleinen Gasstößen schiebt der Zuffenhausener sehr direkt und bullig an. Auf der Autobahn fehlt ihm bei hohem Tempo ein wenig die Kraft – abhängen lässt er sich trotzdem nicht so schnell. Spätestens in den Kurven in den Bergen merkt man, dass das Auto bei Porsche vom Band gelaufen ist – die Fahrdynamik kann trotz Diesel begeistern. Ein riesiger Pluspunkt ist die Reichweite – bei ruhiger Fahrweise sind über 1000 Km möglich!

Mercedes-Benz G 500

Der Mercedes G 500 ist eine Klasse für sich. Nach dem Starten des V8-Biturbo-Motors aus dem AMG GT wird schnell klar, dass hier jemand das Kommando übernehmen möchte. Der V8 blubbert bei niedrigen Drehzahlen und man erwischt sich immer wieder dabei, den Sidepipes auch bei konstantem Speed mit einem kurzen Gasstoß den phänomenalen Sound zu entlocken. Geradeaus geht es mächtig schnell – gerade bis Landstraßentempo hebt sich die komplette Karosserie des schweren Geländewagens an und der Koffer stürmt nach vorne. Die G-Klasse hat ihre Eigenheiten, an die man sich gewöhnen muss. Die Lenkung ist relativ indirekt und die Karosserie schwankt durch die vergleichsweise schmale Spur um die Längsachse sehr stark. Beide Hände immer am Steuer zu haben ist keine Empfehlung sondern ein Muss – sonst wird es unangenehm. Gerade auf kurvigen Strecken und wenn es gilt, am Porsche Clan dranzubleiben muss man extrem auf die Ideallinie achten. Wenn nicht sind die Porsches bald außer Sichtweite. Hat man den Dreh dann einmal raus, macht das einen Höllenspaß – ist auf Dauer aber auch anstrengend. Insofern ist das Revier der G-Klasse neben dem Hardcore-Gelände entweder die Stadt, durch die es sich entspannt Cruisen lässt oder Panorama-Landstraßen wie z. B. rund um den Gardasee.

CarVia Europa Roadtrip 2017
Die CarVia-Flotte auf der Autofähre über die Adria

Der Verbrauch

  • Porsche 718 Cayman: ca. 9 Liter (min. 6,5 / max. 12)
  • Porsche 911: ca. 10 Liter (min. 8 Liter, max. 15)
  • Porsche Macan GTS: ca. 10 Liter (min. 8,5 / max. 14)
  • Porsche Macan S Diesel: ca. 8 Liter (min. 6,5 / max. 11)
  • Mercedes G 500: ca. 15 Liter (min. 13 / max. 20)

Für alle Gefährte gilt, so meine ich, dass sich die Verbräuche in Relation zu den Fahrleistungen durchaus sehen lassen können – selbst der wuchtige G 500.

Fazit

Insgesamt lautete das Fazit bei den unzähligen Diskussionen (insbesondere nachdem wieder einmal die Autos durchgetauscht wurden): „Aber eigentlich ist ja doch der Elfer das perfekte Auto…“ – er sieht in jedem Setting unverschämt gut und elegant aus, klingt durch den Sportauspuff betörend, fährt souverän und komfortabel und trotzdem unfassbar schnell auf jeder Strecke: Note 1!

CarVia Europa Roadtrip 2017
Der Porsche 911 ist die Nummer 1 bei den Teilnehmern

Die G-Klasse dagegen polarisierte deutlich mehr: In den richtigen Momenten sorgte der G 500 für höchste Glücksgefühle. Das ganze Auto ist eine einmalige Kombination aus zeitloser Karosserie, modernem Luxus und brachialer Kraft – Fenster auf, Arm raus, Blick von oben genießen und den Widerhall des Sounds an der Bergwand inhalieren ist unnachahmlich. Allerdings freuten sich die meisten Teilnehmer nach einiger Zeit wieder sehr auf die sportlicheren Autos – das gibt Punkteabzug. Als Versorgungsfahrzeug ist er jedoch einsame Spitze!

CarVia Europa Roadtrip 2017
Der Mercedes-Benz G 500 als optimales Service-Fahrzeug

Vorschau

Auch 2018 ist wieder ein top durchorganisierter Roadtrip geplant. Das genaue Setting wird noch ausgetüftelt. Infos dazu sind auf der Homepage von CarVia zu finden.

Text: Andreas Icha, Fotos: CarVia GmbH

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Andreas Icha
Mein Name ist Andreas Icha und ich lebe in Wien. Als Key Account Manager in der IT (Informationstechnologie) betreue und berate ich einen ausgewählten Kundenkreis (www.r-solution.at). Kontakt: andreas.icha (at) r-solution.at. Journalistisches Schreiben fasziniert mich schon seit langem – vor allem alle Themen rund um Auto/Motor/Mobilität. Meine großen Vorbilder sind die Redakteure der Autorevue. Stories mit (Wort-)Witz und hohem Informationsgehalt. Schon seit meiner Kindheit gilt meine Bewunderung den britischen Fahrzeugen von Jaguar. Als Mitglied des Vorstandes des ‚Jaguar Daimler Owners Sports & Touring Car Clubs‘ JDOST (www.jdost.at) gestalte ich die Club-Aktivitäten aktiv mit. Kontakt: andreas (at) jdost.at Gemeinsam mit meiner Lebensgefährtin, Mag. Eva Maria Plachy, leite ich das ‚amphora – Institut für persönliches Wachstum‘ (www.amphora.at). In diesem Rahmen gebe ich als Mentaltrainer, Seminarleiter und Trommellehrer mein Wissen weiter. Kontakt: a.icha (at) amphora.at Eine weitere Leidenschaft ist meine Zuneigung zu motorisierten Gefährten. Aus diesem Titel heraus habe ich gemeinsam mit meinem Freund Josef Schwarz die Plattform ‚APE-Marketing‘ (www.ape-marketing.at) gegründet – für Liebhaber der italienischen Kultfahrzeuge APE von Piaggio. Kontakt: a.icha (at) ape-marketing.at Um die Grenzbereiche im Motorsport kennen zu lernen verbringe ich einige Zeit im Jahr mit meinem Renn-Kart am Pannoniaring (www.amphoraracing.wordpress.at).

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