David Sheldrick Wildlife Trust – Elefantenwaisen brauchen Deine Hilfe

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Elefanten Babys brauchen Spender

Tief im Dunkeln des kleinen, mit viel frischem Stroh ausgelegten Abteils des Stalles, liegt ein kleines Bündel, eingewickelt in einer Wolldecke. Unregelmäßig hebt und senkt sich das kleine Stoffpaket. Ab und zu ertönt ein Laut, wie ein kleiner Seufzer, und das Päckchen zittert leicht. Hervor schauen ein winziger Rüssel und ein Beinchen.

The David Sheldrick Wildlife Trust
Ein kleiner Winzling kämpft tapfer um das Überleben und gegen den Herzschmerz. Seine Mutter wurde grausam ermordet.

Ich habe noch nie so einen kleinen Elefanten gesehen. Meine Muttergefühle werden wach, und ich würde am liebsten das kleine Bündel auf den Schoss nehmen und wiegen.

Im Zwielicht des Stalls steht ein Mann in grünem Overall und hält eine Babyflasche. Er lächelt müde und nickt mir mit einem leisen “Jambo” zu.

“Wie alt ist der kleine Elefant?”, frage ich ihn. “Keine drei Wochen, schätzen wir”, meint er leise. “Wirst du ihn durchbringen?” meine Stimme wackelt.

“Ich werde alles versuchen …”. Er blickt mir kurz und unsicher in die Augen und dann zu Boden, wo das kleine hilflose Bündel erschöpft schläft.

David Sheldrick Wildlife Trust

Der kleine Elefant ist weiblich und wurde alleine in der Masai Mara aufgefunden, wo Ranger ihn fanden und ihn sofort nach Nairobi in den David Sheldrick Wildlife Trust brachten. Völlig dehydriert und mit einem Sonnenbrand wurde das kleine Elefantenmädchen erstversorgt und wird nun, von seinem männlichen Kindermädchen, rund um die Uhr betreut. Babyelefanten brauchen nicht nur Milch, sondern vor allem Körperwärme und viel Zuwendung. Darum schläft der Tierhüter bei dem jungen Elefanten. Sein Lager für die nächsten Monate ist eine Pritsche, inmitten des kleinen Stalls.

Und die Organisation braucht Geld. Viel Geld. Eine Elefantenwaise kostet im Jahr 900 USD. Im Moment werden 21 junge Elefanten betreut.

Gegen Wilderei und Hilfe für die Folgen

Zu schlimm müssen die Erlebnisse des kleinen Elefanten gewesen sein. Seine Mutter wurde wahrscheinlich Opfer von Wilderern. Seit Tagen muss das kleine Wesen alleine und verzweifelt in den Weiten der Mara unterwegs gewesen sein, bis man es endlich fand.

“Wie heißt sie?”, will ich wissen.“ Sie hat noch keinen Namen, Mama”, erwidert die männliche Nanny leise. “Wir geben ihr den passenden Namen, wenn wir sicher sind, dass sie überleben wird. Ich habe schon einen Namen für Sie. Aber es ist noch zu früh.” Ohne weiter zu fragen, wird mir klar. Hier geht es in den nächsten Tagen um Leben und Tod.

Mir schnürt es die Kehle zu, ich rieche den Tod und bin nicht mehr Herr meiner Gefühle. Gott seit Dank ist da Peter, an dessen Schulter ich um Kontenance kämpfe. Es gelingt mir letztendlich, mich zu beherrschen. WAS sind das für Menschen, die Tiermütter wegen dem schnöden Mammon abschlachten? VOR deren Nachwuchs? Was läuft hier? Ich möchte dem auf den Grund gehen.

Wer war David Sheldrick?

The David Sheldrick Wildlife Trust
David Sheldrick mit Eleanor und Rufus. Einer der ersten Elefantenwaisen in Tsavo.

Das Wildern ist seit jeher ein großes Problem in den afrikanischen Staaten. Solange der Commonwealth den Finger auf dem kleinen Land Kenia hatte, gab es sogar in Tsavo eine Überpopulation von Elefanten. David Sheldrick gehörte zu dieser Zeit zum Entwicklungsteam des frisch gegründeten Nationalparks. Seine zweite Frau, Daphne Sheldrick, hat über ihr Leben mit dem charismatischen Mann geschrieben. Er wusste intuitiv schon lange vor der Zeit unserer Tierforschung, dass Tiere in ihren Empfindungen dem Menschen sehr ähnlich sind. Darüber hat sie ihre ganz persönlichen Erinnerungen verfasst  (An African Love Story). Aber nicht nur das. Sie gründete in Gedenken an den Tierfreund einen Trust, der nun seinen Namen trägt.
Ich kaufe das Buch und bin nach stundenlangem Lesen überzeugt. Das ist eine gute Sache, die Population der Elefanten zu sichern.

Wir adoptierten einen Elefanten

The Sheldrick Wildlife Trust
Pares hinter seiner besten Freundin Maramoja. Beide sind mitttlerweile in Tsavo angelangt. Ein großer Schritt in Richtung Freiheit.

Am Vormittag waren wir bereits im Camp. Im Zuge einer öffentlichen Vorstellung der Organisation, auf der man die Fütterung der kleinen Elefanten beobachten kann, haben wir spontan Pares, einen halbstarken Rabauken, adoptiert. Jetzt – da wir als “Adoptiveltern” am abendlichen Zubettgehen teilhaben dürfen, sehe ich das ganze Ausmaß des Desasters der Wilderei. Denn die jüngsten Zugänge werden natürlich nicht im alltäglichen Geschäft um Spender vorgeführt. Dafür sind sie noch viel zu schwach. Man sieht sie nur, wenn man sich für eine Adoption eines Elefanten entschlossen hat.

Warum solltest Du einen Elefanten adoptieren?

Mit jedem Aussterben eines Individuums im Umfeld unserer Erde wird das Gleichgewicht gestört. Es wird Ewigkeiten dauern, bis die Natur diesen Verlust verarbeitet hat und die Lücke schließen kann. Pro Rasse, die ausstirbt, werden weitere Individuen gefährdet. Jeder Eingriff in das fragile System der Natur erzeugt Lücken und ungeahnte Folgen. Einfacher ist es, dafür zu sorgen, dass das bisherige Gleichgewicht bestehen bleibt.

Was musst Du tun, um einen Elefanten zu unterstützen?

Nicht jeder fliegt nach Kenia oder in andere Staaten um Tiere zu unterstützen. Das verlangt keiner. Du kannst auf der Website ganz einfach einen Elefanten um 50 USD pro Jahr finanzieren und bist einer der Menschen, die auch ohne aktive Arbeit dafür sorgen, dass die Population und das Gleichgewicht in der Tierwelt bestehen bleiben. Indem du die aktiven Mitglieder der Organisation finanziell unterstützt wirst du Teil des Gesamten.

Kannst du eine Elefanten Adoptionen auch als Weihnachtsgeschenk weitergeben?

Natürlich kannst du einen Elefanten einem anderen Menschen widmen, indem du bei der Adoption angibst, dass du den kleinen Racker jemandem anderen widmest. Der Beschenkte wird dann vom DSWT über den Verlauf des Lebens des kleinen Elefanten direkt per Mail unterrichtet.

Wie informiert dich die David Sheldrick Wildlife Trust über Deinen Elefanten?

Du erhältst regelmäßig Information über die Entwicklung deines Elefanten. Per Mail kannst du an seiner positiven Entwicklung teilhaben.

Warum du diesen Bericht teilen solltest

Wenn du, aus welchem Grund auch immer, nicht an dem Projekt teilnehmen kannst, kennst du vielleicht jemanden, der es kann. Hilf dem David Sheldrick Wildlife Trust mit deinen Empfehlungen. Sharing is caring.

Wir sagen schon einmal DANKE für Deine Unterstützung und wünschen allen Wesen auf dieser Welt Merry Christmas!

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Marion
Sie ist die Initiatorin des LSLB-Magazins. Neben ihrer Tätigkeit im Management und Entwicklung, findet sie aber immer noch Zeit, selbst über die schönen Dinge des Lebens zu schreiben. Ihr Fokus liegt auf Hotelchecks und Städtereisen, Tipps und Tricks rund um das Thema. Sie hat eine Schwäche für den afrikanischen Kontinent und begleitet den Abenteuer Redakteur, wann immer sie kann in die Weiten der afrikanischen Savannen. Zudem ist sie der richtige Ansprechpartner, wenn es um Deine Werbeschaltung geht, oder um Anfragen zu Kooperationen.

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