Teil II: Wilde Tour durch Rajasthan – Abenteuer Indien

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 Zurück in Delhi,

(Fortsetzung von Teil I:)

und diesmal mit einem neuen Fahrer, der sich moderat an die Verkehrsregeln hielt, stiegen wir im Oberoi Gourgon ab und am darauffolgenden Morgen los zu unserem nächsten Ziel. Agra.

Taj Mahal Schwarz weiss
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Auf dem Weg dahin sah ich einige tote Kühe, kopflos auf der Straße liegen. „Warum liegen die da, Ravi?“ fragte ich unseren neuen Fahrer. „Ach die liegen da weil sie heilig sind und nicht angefasst werden dürfen. Da muss man warten, bis ein Brahmane Zeit hat und der segnet sie dann und dann kommt sie weg.“

Der begrünte Mittelstreifen, der Highways in Indien ist ein beliebter Aufenthaltsort für die heiligen Kühe. Hier äsen sie, wiederkäuen sie, gebären sie, und manchmal strecken sie halt den Kopf zu weit raus und… jetzt wissen Sie, lieber Leser, wieso die toten Kühe teilweise kopflos am Strassenrand lagen.

 

So Ein Buch

ist eine wunderbare Sache. So ein Buch lässt einen in eine andere Welt abdriften. Einfach wegtauchen aus dem hier und jetzt. Ich las viel im Auto. Sehr viel. Indiens Straßen sind einfach anstrengend. Ich empfehle ihnen. NUTZEN sie Inlandsflüge. Fahren sie so wenig wie möglich. Es schont die Nerven.

Überland

wurde die Landschaft schöner, die kleinen Dörfer und Städtchen sauberer und auch weniger Kadaver waren zu sehen. Ich traute mich immer öfter aus meinem Buch aufzusehen und mit den Augen über diese pastellfarbene Landschaft zu blicken

 Agra

ist wieder laut und schmutzig. Nur vor den Sehenswürdigkeiten wird penibel auf Sauberkeit geachtet. Es ist mir einfach nicht klar, wie man in so einem Misthaufen leben kann. Während eines Platzregens begann alles zu schwimmen. Das Styropor, die PET Flaschen, die Plastiktüten. Alles vermischte sich im Wasser und floss wie ein zäher Brei dahin, wo das plötzlich entstandene Hochwasser es hin transportierte. Und da blieb das dann auch. Was liegt das pickt.

 

Das rote Fort

ist ein absolutes MUSS für jeden, der nach Agra kommt. Von dort hat man einen wunderschönen Blick auf den Fluss und das Taj Mahal. Specksteinornamente, mit Halbedelsteinen besetzt, weißes blendendes Marmor roter Sandstein – ein Orgasmus für die Augen. Wir hatten eine exzelente Führererin, die auch vom Hotel organisert wurde.
Die Frau wusste einfach ALLES über die Geschichte. Mit ihren lebhaften Schilderungen und den Eindrücken hatte man angeregt durch Phantasie fast den Eindruck, man hätte gerade eine Zeitreise gemacht und befände sich selbst dort. Oder war es die Hitze?

Egal. Ich hätte mir das Fort noch stundenlang ansehen können, aber wir wollten uns noch die Freitagsmoschee ansehen.
Passend gekleidet wie eine Inderin im Punjabi ( Der Sari war mir echt zu kompliziert.) aus Seide, ist das Sightseeing in der Hitze erträglicher. Darum mein Tipp. Lassen sie ihre Klamotten zuhause und kleiden sie sich in Indien einfach neu ein. Diese leichten Stoffe sind einfach herrlich auf der Haut!

Die Moschee ist beeindruckend und ebenfalls empfehlenswert anzusehen. Auch einen Stadtbummel durch die Straßen kann ich empfehlen.

Dann kam der Segen GARUDA’S

Vogel
Taube

…in Form eines Taubenschiss über Peter.

Mitten auf seinem schönen glänzenden blonden Haar klatschte aus dem azurblauen Nichts ein Taubenschiss in der Größe einer Untertasse. Platsch. Wääh. Peter versuchte sich irgendwie mit den Händen den Dreck aus den Haaren zu ziehen, was das ganze noch schlimmer machte.

Sari
Inderin

Plötzlich stand sie da. Die liebe alte Dame, im orangenen Sari den grünen, freundlichen Augen und mit einer Schüssel Wasser und einem Tüchlein.

So sind diese Inder. Absolut Hilfsbereit. Ich fand diese Geste so berührend. Dankend nahmen wir die Schüssel an und ich wusch Peter auf offener Straße den Taubenkot aus dem Haar. Wir lachten und um uns rum lachten die Passanten, die Straßenhändler und klatschten vergnügt in die Hände.

Diese spontane Fröhlichkeit, Hilfsbereitschaft und Liebenswürdigkeit dieser Menschen dort sollte uns auch weiterhin auf unserer Reise durch Rajaisthan begleiten.

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Marion
Sie ist die Initiatorin des LSLB-Magazins. Neben ihrer Tätigkeit im Management und Entwicklung, findet sie aber immer noch Zeit, selbst über die schönen Dinge des Lebens zu schreiben. Ihr Fokus liegt auf Hotelchecks und Städtereisen, Tipps und Tricks rund um das Thema. Sie hat eine Schwäche für den afrikanischen Kontinent und begleitet den Abenteuer Redakteur, wann immer sie kann in die Weiten der afrikanischen Savannen. Zudem ist sie der richtige Ansprechpartner, wenn es um Deine Werbeschaltung geht, oder um Anfragen zu Kooperationen.

2 KOMMENTARE

  1. Wirklich spannender areisebericht. Verstehe ich das richtig, dass ihr alles selbst organisiert habt?
    Ich war selbst vor einigen Jahren auf einer Pauschalreise in Nordindien, die auch sensationell gut war – obwohl ich eigentlich eher der Backpacker- Typ bin.

    • Hallo Hannah, wir haben uns mit OBEROI Hotels & Resorts in Verbindung gesetzt. Die haben einen Planungs-Service. Hier wird alles nahtlos organisiert. Jeder Aufenthalt, jeder Trip, jeder Transfer. Auch solche speziellen Dinge, wie Taj Mahal VOR offiziellen Öffnungszeiten, gab uns die Möglichkeit mit einigen wenigen Besuchern die Morgenröte und die Einsamkeit zu geniessen. Zumindest für eine halbe Stunde 🙂 Es ist natürlich alles eine Preisfrage. Geht sicher günstiger.

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