Apokalypse now - Covid-19 Titelbild
Bild: Deposit Photos

Ingrid Raab über Covid-19. Was ist es nun? Apokalypse now, oder doch eher eine Chance? In iherem neusten Beitrag für ihre Kolumne „Was ich noch sagen will“ setzt sie sich mit der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft nach Corona auseinander.

„Wenn ich mir was wünschen dürfte, käm‘ ich in Verlegenheit,
was ich mir denn wünschen sollte, eine schlimme oder gute Zeit“

(Friedrich Holländer)

Was für ein Wunsch !

Was will mir das Covid-19 Virus sagen?

Ich sitze – so wie wir alle – gefangen in meinen 4 Wänden und denke darüber nach, was uns das Virus sagen will:

Dass wir uns schon lange vorher abgeschottet haben und nur unserem Vergnügen und dem Profit machen nachgingen, unsere Umwelt ausgebeutet haben ohne Rücksicht auf die anderen lebenden Kreaturen dieser Welt?

Wenn ich mir die Bilder vergegenwärtige, wie die Meeresbewohner zugrunde gehen, weil sie im Plastikmüll ersticken, den wir achtlos wegwerfen. Abgesehen davon, dass er überhaupt erzeugt wird!

Oder dass wir die Urwälder abholzen und dadurch das Welt-Ökosystem schwer beeinträchtigen, nur damit die Großkonzerne Geld machen können.

Wozu in die Ferne schweifen, wenn das Schlimme liegt so nah?

Verbaute Fläche in Wien
Direkt vor meiner Haustüre – Verbaute Flächen Wien

Wir brauchen aber gar nicht in die Ferne schweifen, wir hier in unserem ach so gelobten Österreich betonieren die Grünflächen zu und nehmen der Natur und ihren Bewohnern die Lebensgrundlage weg. Das merkt man bereits daran, dass unsere Singvögel weniger werden, die Feldhasen keinen Platz mehr haben und unsere Bienen sterben! Ganz zu schweigen von der Invasion feindlicher Gelsen aus den Tropen.

Papiertüten – back to the roots

Gemüse verpackt in Plastikfolie

Wobei wir beim Klimawandel wären, aber das ist ein anderes Thema.

Wir verpacken alles, sogar einen einzigen Apfel, in Plastik. Nur unter dem Vorwand der Hygiene! Somit wachsen die Plastik Müllberge weiter.

In meiner Kindheit gab uns die Gemüsehändlerin ihre Ware in Papiertüten oder Zeitungspapier Stanitzel und wir hatten Einkaufsnetze, keine Plastiksackerln. Und Sodawasser schleppten wir nicht in Plastikflaschen, sondern hatten Sodawasser Patronen für spezielle Flaschen, die austauschbar waren. Milchflaschen waren Pfandglasflaschen. Gibt es übrigens seit kurzem wieder, sei lobend erwähnt.

Sie werden jetzt sagen, ja ja, alter Hut, wissen wir!

Aber haben wir etwas dagegen getan? Ein paar einsame Rufer in der Wüste haben verzweifelt versucht, uns vor einer Apokalypse zu warnen, denn die Zeichen waren deutlich!

Klimawandel, Überschwemmungen, Feuersbrünste, Erdbeben, SARS-Virus, Ebola, Vogelgrippe, Smog in den Großstädten weltweit usw.

Jetzt werden Sie sagen, gab’s ja schon immer! Geschenkt!

Nein, in diesem Ausmaß nicht und auch nicht in dieser Rasanz. Und weltumspannend!!

„Das Imperium schlägt zurück“ sagen viele und gläubige Menschen sehen tatsächlich die Apokalypse kommen.

Covid-19 –  Eine Chance?

Venedig während der Corona Krise

 

Das Corona-Virus verändert aber nachhaltig (um dieses Modewort zu verwenden) die Welt und unseren Alltag. Es bleibt kein Stein auf dem anderen und nichts wird mehr sein wie früher.

Aber darin liegt auch unsere Chance. Wenn man sieht, wie sich die Natur in dieser kurzen Zeit der Quarantäne erholt hat, die Kanäle in Venedig wieder klares Wasser führen und die Luftverschmutzung nachläßt.

In der Großstadt Peking sehen die Menschen erstmals wieder die Sonne anstatt dem Nebel!

Wir dürfen nicht mehr zurück zu den alten und schlechten Gewohnheiten! Wir müssen umdenken!

Ingrid Raab Foto von Fotograf  Gottfried Frais
Ingrid Raab mit ihren Models. Fotograf Gottfried Frais

Die Quarantäne zeigt uns, es geht auch anders, langsamer, sparsamer und solidarischer.

Wenn ich mir was wünschen dürfte, käm ich nicht in Verlegenheit…

Schaut auf Euch und Eure Mitmenschen.

Eure Ingrid Raab

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