Zero-Emission-Version des legendären Jaguar E-Type. Jaguar E-Type Concept Zero. Jaguar elektrifiziert die Vergangenheit. 0-100 in 5,5 Sekunden. Der elektrifizierte E-Type wurde im Classic Works Center, dem neuen Hauptsitz von Jaguar Land Rover Classic, in Coventry entwickelt. Präsentation Seite an Seite mit dem Jaguar I-PACE Concept statt – dem ersten elektrisch angetriebenen Jaguar, der 2018 in den Handel gehen wird.

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Präsentation des E-Type Concept Zero in London

Jaguar Land Rover Classic präsentiert bim Tech Fest in London einen rein elektrisch angetriebenen Jaguar E-Type. Das Modell „Concept Zero“ basiert auf einem restaurierten Originalfahrzeug und erhielt einen emissionsfreien Antriebsstrang bei Jaguar Land Rover Classic Works in Coventry – nicht weit entfernt vom Geburtsort des legendären Originals.

Jaguar E-Type Concept Zero
Mit dem Jaguar E-Type Concept Zero lautlos durch den Wald gleiten

„Concept Zero vereint das Handling des E-Type mit einer, dank Elektrifizierung, weiter gesteigerten Performance. Diese einzigartige Kombination erzeugt ein atemberaubendes Fahrerlebnis“, sagt Tim Hannig, Direktor, Jaguar Land Rover Classic.

Weiters meint Tim Hannig: „Mit dem Concept Zero wollen wir auch für die Zukunft sicherstellen, dass Liebhaber weiterhin in den Genuss klassischer Jaguar-Modelle kommen können. Im nächsten Schritt prüfen wir auf Basis der Publikumsreaktionen eine kleine Produktion des Concept Zero.“

Jaguar E-Type Concept Zero
Ein klassischer E-Type mit high-tech-Innereien im Jaguar E-Type Concept Zero

Schneller von 0 auf 100 als das Original

Das Jaguar E-Type Concept Zero besitzt nicht nur die Optik und das Fahrverhalten des E-Type, sondern bietet auch außergewöhnliche Fahrleistungen: Aus dem Stand ist der elektrische Roadster mit 5,5 Sekunden eine Sekunde schneller auf Tempo 100 als ein E-Type Serie 1.

Jaguar E-Type Concept Zero
Der ‚Motorraum‘ des Jaguar E-Type Concept Zero

„Um eine nahtlose Kombination aus dem elektrischen Antriebsstrang und der Fahrwerksabstimmung des Originals zu erreichen, haben wir die Leistung gedrosselt. Wir denken, so das optimale Fahrerlebnis geschaffen zu haben“, sagt Tim Hannig.

Jaguar E-Type Concept Zero
Das Akku-Pack des Jaguar E-Type Concept Zero

E-Type Serie 1.5 als Basis für den E-Type Concept Zero

Das auf dem Tech Fest erstmals gezeigte Concept Zero basiert auf einem bei Jaguar Land Rover Classics restaurierten E-Type der Serie 1.5. Bis auf den Antrieb sowie dem – gleichwohl vom historischen Vorbild inspirierten – Armaturenbrett inklusive dort untergebrachter Anzeigen, ist das Fahrzeug absolut original. Zugunsten maximaler Energieeffizienz kommen LED-Scheinwerfer zum Einsatz. Doch auch hier orientierte sich das Team von Jaguar Land Rover Classic am Designthema des historischen Serie 1.

Jaguar E-Type Concept Zero
Der Jaguar E-Type Concept Zero macht eine gute Figur im Klassik-Schauraum

Maßgeschneiderter Antriebsstrang

Der 220 kW starke Antriebsstrang wurde speziell auf das E-Type Concept Zero abgestimmt. Die Lithium-Ionen-Batterie entspricht in ihren Abmessungen und im Gewicht ziemlich genau dem normalerweise unter der Haube sitzenden XK-Sechszylinder – auch die Einbaulage ist identisch. Der Elektromotor und das Untersetzungsgetriebe liegen gleich hinter der Batterie – und damit an gleicher Position wie die Viergang-Schaltbox des historischen Vorbilds. Eine neue Kardanwelle leitet die Kraft an das Differential und den Achsantrieb weiter. Insgesamt ist das Concept Zero 80 Kilogramm leichter als der „klassische” E-Type.

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Dank eines Elektroantriebs mit ähnlichen Gewichten und Abmessungen wie der zuvor installierte Benzinmotor, übernimmt das Concept Zero die gesamte Struktur, darunter Aufhängungen und Bremsen, vom Originalmodell. Das erleichterte Jaguar Land Rover Classic den Umbau und die Homologation. Auch die Gewichtsverteilung ist identisch. Folge: E-Type Concept Zero fährt, bremst und federt exakt so wie das Original des Jahres 1968.

Jaguar E-Type Concept Zero
High-Tech Innenraum im klassischen Kleid

„Wir haben den neuen elektrischen Antriebsstrang in die bestehende Struktur des E-Type implantiert. Das heißt, dass jederzeit auch wieder ein konventioneller Motor eingebaut werden kann. Wir denken, das ist sehr wichtig, um die DNA eines historischen Jaguar nicht zu beschädigen“, betont Tim Hannig.

Jaguar E-Type Concept Zero
Steuer-Elektronik statt Benzin-Tank im Jaguar E-Type Concept Zero

Jaguar hat den XK-Reihensechszylinder von 1949 bis 1992 gebaut. Über diesen langen Zeitraum kam er in so verschiedenen Modellen wie dem E-Type, dem XK120, dem MKII und dem XJ6 zum Einsatz. Der neue elektrische Antriebsverbund könnte in jedem der hier aufgeführten Fahrzeuge eingebaut werden. „Wir können diese Technologie für alle klassischen Jaguar mit XK-Motor nutzen“, betont Tim Hannig.

„Das schönste Auto aller Zeiten“ (Enzo Ferrari)

Der 1961 in Genf enthüllte Jaguar E-Type gehört zu den legendärsten Sportwagen. Sogar Enzo Ferrari war beeindruckt und bezeichnete ihn als „das schönste jemals gebaute Auto.“

Der elektrische Antriebsstrang des Concept Zero wurde nach exakten Vorgaben durch Jaguar Land Rover Classics von einem Spezialisten für Elektroantriebe und Ingenieuren von Jaguar Land Rover gemeinsam entwickelt. Dabei nutzten die Teams auch Technologien und Komponenten aus dem kommenden I-PACE; dem ersten in Serie produzierten elektrisch angetriebenen Jaguar.

Das E-Type Concept Zero bietet dank des niedrigen Gewichts und der guten Aerodynamik unter Alltagsbedingungen eine Reichweite von bis zu 270 Kilometern. Die 40 kWh Batterie lässt sich, je nach Stromquelle, in sechs bis sieben Stunden neu aufladen.

Initiative ‚Jaguar Electrifies‘

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Unter dem Titel Jaguar Electrifies forciert Jaguar in den nächsten Jahren und Jahrzehnten das Thema Elektro-Mobilität. Jaguar-Engagements im Zeichen der Eletrifizierung:

  • Engagement in der Formula-e,
  • ein Marken-Cups mit der Renn-Ausführung des ersten reinen Elektro-Jaguar – dem Jaguar I-PACE eTROPHY
  • der in Österreich bei Magna Graz gefertigte Jaguar I-PACE
  • ein grandioser Jaguar E-Type Concept Zero (siehe oben) und
  • der Jaguar FUTURE-Type mit dem ‚Sayer‘ – ein Ausblick auf das Jahr 2040

Jaguar schwimmt hier eindeutig MIT dem Strom und das mit viel Engagement und Exklusivität.

Text: Andreas Icha, Fotos: Jaguar

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Andreas Icha
Mein Name ist Andreas Icha und ich lebe in Wien. Als Key Account Manager in der IT (Informationstechnologie) betreue und berate ich einen ausgewählten Kundenkreis (www.r-solution.at). Kontakt: andreas.icha (at) r-solution.at. Journalistisches Schreiben fasziniert mich schon seit langem – vor allem alle Themen rund um Auto/Motor/Mobilität. Meine großen Vorbilder sind die Redakteure der Autorevue. Stories mit (Wort-)Witz und hohem Informationsgehalt. Schon seit meiner Kindheit gilt meine Bewunderung den britischen Fahrzeugen von Jaguar. Als Mitglied des Vorstandes des ‚Jaguar Daimler Owners Sports & Touring Car Clubs‘ JDOST (www.jdost.at) gestalte ich die Club-Aktivitäten aktiv mit. Kontakt: andreas (at) jdost.at Gemeinsam mit meiner Lebensgefährtin, Mag. Eva Maria Plachy, leite ich das ‚amphora – Institut für persönliches Wachstum‘ (www.amphora.at). In diesem Rahmen gebe ich als Mentaltrainer, Seminarleiter und Trommellehrer mein Wissen weiter. Kontakt: a.icha (at) amphora.at Eine weitere Leidenschaft ist meine Zuneigung zu motorisierten Gefährten. Aus diesem Titel heraus habe ich gemeinsam mit meinem Freund Josef Schwarz die Plattform ‚APE-Marketing‘ (www.ape-marketing.at) gegründet – für Liebhaber der italienischen Kultfahrzeuge APE von Piaggio. Kontakt: a.icha (at) ape-marketing.at Um die Grenzbereiche im Motorsport kennen zu lernen verbringe ich einige Zeit im Jahr mit meinem Renn-Kart am Pannoniaring (www.amphoraracing.wordpress.at).

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