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La Digue – alle Infos auf einen Blick

La Digue ist die zweite Insel unserer Serie “Inseln die du sehen musst!” Wieder habe ich alle möglichen Infos zusammengetragen und viele Bilder von unserem Aufenthalt für dich bereitgestellt. Wenn du Deinen Urlaub auf den Seychellen gerade planst, können unsere Infos hilfreich für deinen eigenen Aufenthalt sein.

Entdecker aus Frankreich

La Digue ist nach Mahé Praslin und Silhouette die viertgrößte Insel der Seychellen. 43 Kilometer von Mahé und 6,5 Kilometer von Praslin entfernt, trägt es den Namen eines der beiden Schiffe der Expedition von Marc-Joseph Marion Dufresne aus dem Jahr 1768.

Der historische Seefahrer und Schiffseigner war damals auf der Ile de France stationiert und mietete privat zwei Schiffe, den von Duchemin befehligten Versorgungsschiff La Digue, und den Schoner La Curieuse unter Leutnant de Lampérière. Damit setzte er die Expedition, zur Erkundung der Inselwelt fort, die bereits von Lazare Picault, 1742/43, und von Nicholas Morphey,1756 begonnen wurde.

Ausbeutung der Seychellen zur Kolonialzeit

Es gab auch einen kommerziellen Anreiz: kostbares Holz zurückzubringen, um die Kosten der Reise auszugleichen. Die Anweisungen waren präzise: „… erkundigen Sie sich gründlich über das Hinterland, halten Sie die Natur und Qualität des Geländes, der Ebenen und Berge und ihrer Ressourcen genau fest, beobachten Sie die Bäche und Flüsse, beobachten Sie die Tierwelt und sammeln Sie das Saatgut von allen die Bäume begegneten “.

Inseln mit neuen Namen der Entdecker

Im Zuge dieser Expedition wurde Ile Moras in Praslin umbenannt, und zwei ihrer Nachbarn erhielten ihre heutigen Namen: La Digue und Curieuse. Die ersten Siedler auf der Insel Praslin, die Aufständischen des Großen Aufstands des Südens (Region Saint-Pierre und Saint-Louis), von denen sechs auf La Digue landeten.

Geboren in Rúnion – Zeitzeugen am Friedhof von La Digue

Ein Besuch des alten Friedhofs auf der Insel ist nicht nur für Fotografen ein Erlebnis. Die pittoresken Marmor-Grabsteine ​​sind schief und mit Moos bedeckt, aber einige Wörter sind noch lesbar: „In Réunion geboren“.

Heute hat La Digue eine Bevölkerung von ungefähr 1.800, von denen viele behaupten, aus diesen weit entfernten Ursprüngen zu stammen.

Vanille Plantagen

Nicht unweit von dem Drehort von Emanuelle liegen die Vanille Plantagen von La Digue

Hier kannst du frische Vanille als Souvenir einkaufen, Vanilleöl erstehen und erfährst nebenbei alles rund um die Orchideenart mit dem unwiderstehlichen Duft.

La Digue’s Strände – Sinnbild für die Seychellen

La Digue Anse Reunion
Anse Reunion bei Ebbe
La Digue Hut Shop am Strand
Nicht nur ein prima Souvenir, sondern auch ein prima Sonnenschutz sind die handgemachten Hüte aus Kokosbast. Herrenhut um die 100 SER, die Damen müssen 200 SER berappen. Auch virgin gepresstes Kokosöl haben wir hier erstanden.
Mach mal Pause. Trink ne Coco statt ne Coke. Erfrischend sind die frischen Kokosnüsse, die es überall am Strand zu kaufen gibt.
La Digue Anse Union Promenade
Am Strand von Anse Union spazieren gehen. Ein Fotomotiv jagt das andere.
La Digue Giant Union Rock
Selfie vor dem Giant Union Rock
Anse Reunion La Digue

Anse Reunion La Digue Anse Reunion La Digue La Digue ist fünf Kilometer lang und kaum drei Kilometer breit. Es bietet eine außergewöhnliche Vielfalt an idyllischen Stränden, rosafarbenen Granitformationen, Kokospalmen, Waldhainen und Holzhütten mit nostalgischem Charme.

Auf den Spuren von Hamilton

Anse Reunion La Digue

Auch David Hamilton hatte La Digue für sich entdeckt. Der 2016 verstorbene Fotograf, berühmt für seine erotischen Mädchen Fotos, schlug das Angebots zur Regie an der Verfilmung von “Emmanuelle” aus. Scheinbar waren ihm die Szenen zu freizügig. Den Drehort von Emanuelle kannst du auf La Digue besichtigen. Das alte Kolonialhaus ist gratis zu besichtigen.

L'Union Estate Farm La Digue
L’Union Estate Farm. Freichlichtmuseum und Drehort von „Emanuelle“

Hamilton jedenfalls, bevorzugte die rosafarbenen Granitformationen, um am Strand von Anse Reunion, sein Lieblingsmodel für das Parfum von Robert Ricci ( Nina) abzulichten. Seine persönliche Note seiner Frauenportraits und Aktaufnahmen war der Weichzeichner, den er bei fast allen Arbeiten benutzte.

Anse Reunion – beliebter Fotospot

Noch heute tummeln sich viele Fototeams an diesem Strand um Fashion Aufnahmen zu machen. Die Besten Aufnahmen gelingen im Abendrot.

Grand Anse und Petit Anse

Grand Anse La Digue
Mein dedizierter Lieblingsstrand. Wasser wild und türkis, Strand weiß wie Puderzucker.

Ein weiterer Strand, der, weil mit dem Fahrrad oder zu Fuss etwas schwieriger zu erreichen ist, ist der Grand Anse und Petit Anse. Wer es die recht steile Straße durch den Dschungel geschafft hat und die kleine Insel quert, wird mit einem phantastischen Stranderlebnis belohnt. Für mich ist der Grand Anse der schönste Strand von La Digue. Warum? Er ist ruhig, der Sand ist Puderzucker farben, und das Meer ist wild und stark. Große Wellen brechen sich unermüdlich während der Flut und er gilt als Geheimtipp für Wellenreiter.

Tipp: Achtet auf eure kleinen Kinder. Dieser Strand ist kein Kinderspielplatz. Hier sind die Strömungen extrem stark und auch der Strand fällt nach wenigen Metern im Wasser steil ab. Gerade zur Flut sollte man ein sehr guter Schwimmer sein. Eine Dauernde Aufsicht des Nachwuchs ist empfehlenswert.

Nid d’Aigle – Bomben Aussicht auf die Inseln

Nid d’Aigle La Digue
Blick vom Nid d’Aigle – ein Top Tip für Fotografen. Der Aufstieg lohnt!

Mit dem Fahrrad oder per Pedes gelangst du zu einem Geheimtipp, was Fotospots betrifft. Die etwas anstrengende Strecke geht auf ca 5 Kilometer hinauf auf den höchsten Punkt der Insel. Auf 333 Metern hast du einen Atemberaubenden Blick auf die Nachbarinseln. Im Westen Curieuse und Praslin und im Nordosten Felicite, Grand Soeur und bei guter Sicht auch Marianne. Diese Bilder macht dir so schnell keiner nach. Es ist nämlich bei 30 Grad kein Zuckerschlecken da hinauf zu gehen.

Fortbewegung auf La Digue

Die Ochsenkarren, die einst ein seltsames Merkmal der Insel waren, werden mehr und mehr aufgegeben, zum Leidwesen aller, die La Digue lieben. Jedoch habe ich bei meinem Aufenthalt auf La Digue Elektro Bikes gesehen. Auch Kindersitze kann man zu seinem E-Bike dazu mieten. Ansonsten kannst du dir auch ein normales Fahrrad mit Gangschaltung mieten.

Tipp: Auf la Digue sind Autos nach wie vor nicht gerne gesehen – Dank der neuen Elektro und Hybrid Technologie, die auch vor La Digue nicht halt gemacht hat, kannst du dir auch ein Elektro Taxi mieten.

Für 200 Euro fährt dich Ken über die ganze Insel. Frag in La Passe nach Ken. Hier kennt ihn jeder. Er steht meist an der Marina und tratscht mit den Fischern und seinen Kollegen

Unterkünfte auf La Digue

La Digue hat nur sehr wenige Hotels. Dafür hat es sehr viele Ferienwohnungen und Gäste Villas. Sehr viele Resorts sind sogenannte Self Caterings.

Das größte Resort ist das Domaine de L’Orangeraie mit eigenem Strand, Bars und Restaurants.

Domain d'Ogeraie La Digue
Domain d’Orgeraie Ressort & Spa

https://orangeraie.sc/

Nordöstlich von La Passe gibt es auch ein sehr beliebtes Hotel:

Patatran Village Hotel la Digue
Patatran Village Hotel

http://www.patatranvillagehotel.website/

Wohnen im Kolonialhaus aus 1820

Auch das ist möglich im 3 Sterne Haus Chateau St. Claud

http://www.chateaustcloud.sc/index.php?lang=en

Etwas abgelegen vom Strand inmitten einer grünen Oase. Tipp: Superior Zimmer im alten Gebäude buchen.

Auf La Digue würde aber auch ich ein Self Catering empfehlen, denn man bekommt, in der abgeschlossenen Welt eines Ressorts, so herzlich wenig mit vom Flair von la Passe und Umgebung. Irgendwie erinnert mich diese Insel an eine noble Künstlerkolonie. Es hat schon etwas eklektisches und der Boheme Style scheint hier geboren worden zu sein.

Darum mein Tipp:

Auf la Digue empfehle ich Dir, eine kleine Villa zu mieten. Mit Blick auf die Bucht oder einen Strand. Eine Staffelei und etwas Farbe auf deiner Terrasse, ein Glas Wein und frische Früchte und einfach beginnen, das Panorama zu zeichnen. Abschalten – genießen – ausspannen und sich selbst wieder entdecken. Dafür ist La Digue einfach ideal.

Viele gute Angebote findest du auf https://www.seyvillas.com/list/la-digue-island

Kleine, unbekannte Perle

Secret Garden wird von von Gerard und Agunet geführt. Die Villa verfügt über sehr schöne, geschmackvoll eingerichtete Zimmer in einer grünen Oase. Es gibt selbstgemachten Kokosnuss-Punsch und frischem Fisch, jeden Abend. Leider ist dieses Kleinod etwas weit ab vom Schuss und man sollte gerne Radfahren, um die weitere Insel zu erkunden.
Anse Gaulette | Lone Wolf Charter Port de la Digue, Anse Boudin, Praslin, Seychellen

Essen auf La Digue

In La Passe bekommst du eigentlich alles, was das Herz begehrt. Doch wenn du schon mal hier bist – warum kochst du nicht einmal selbst Kreolische Küche?

Gut essen tut man im Hotel Nautique – hier kannst du gehobene Küche erwarten.

Viele kleine Take Aways, wie z.B. das La Mimi, sind typisch kreolisch und unerwartet gut.

An den Stränden von Grand Anse kannst du auch Mittags dein Sonnenbad unterbrechen um lunchen zu gehen.

Mein kulinarischer Tipp:

Chez Jules

Anse Banane, La Digue, Seychellen +248 4 234 287

Gute kreolische Küche. Der geräucherte Marlin Salat ist sehr zu empfehlen. Frischer, saisonaler Fisch/Garnelen täglich. Gemüse aus dem eigenen Garten.

Die tolle Aussicht auf das Meer lenkt fast zu sehr vom guten Essen ab.

Personal sehr freundlich. Preise €€

Fazit:

La Digue ist eine prima Insel für Aktiv Urlauber und Familien. Man ist den ganzen Tag unterwegs mit dem Rad, oder zu Fuss. Du solltest schon etwas sportlich sein. Die Insel ist für Familien gut geeignet. Mit einer Ausnahme. Auf der Seite von Grand Anse ist das Meer wild. Aufpassen!

Die Insel hat einen ganz speziellen Flair und eine Woche auf dem Eiland ist genau die richtige Zeit. Danach könnte es ein bisschen langweilig werden. Darum mein Tipp: La Digue als Ziel für den Ausklang eines vorherigen, aufregenden Inselhopping zu wählen und dort die restlichen Tage des Urlaubs genießen.

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8 KOMMENTARE

  1. Nach Seychellen möchten wir ja auch unbedingt einmal. Wir haben schon so viel schönes darüber gesehen, gelesen und gehört. La Digue sieht wundervoll aus! Ich finde es ja auch immer sehr spannend die Geschichte hinter einer Insel oder hinter einem Land bzw. einer Stadt zu kennen. Als Vanille-Liebhaberin würd ich ja die Plantage auch anschauen 😀 Die Strände und eure Fotos sind jedenfalls unglaublich traumhaft!

    Lieben Gruß,
    ❤ Alice von https://alicechristina.com

  2. Von der Insel habe ich noch nie gehört (zu meiner Schande!) aber die Bilder sehen richtig toll aus! Ich weiß jedoch nicht, ob ein Urlaub dort etwas für mich wäre, ich bin nicht wirklich sportlich und tue im Urlaub am liebsten nichts außer am Pool/Strand zu liegen 😀

  3. Was für eine tolle Insel das sein muss. Ich hab leider das erste Mal davon gehört aber du hast mich nun echt auf den Geschmack damit gebracht. Ich werde wohl in nächster Zeit einige Inseln besuchen müssen, diese wird dann auch dabei sein.

    Alles Liebe,
    Julia

  4. Super schöne Eindrücke! Mir gefällt, dass man so aktiv sein kann, denn das ist die Art Urlaub die ich mag: Kombi von Strand aber auch vielen Aktivitäten =)
    Liebe Grüße,
    Emilie

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