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Mit dem Auto nach Italien“Wir könnten doch das Auto nehmen? Damit wären wir unabhängiger und können flexibel dort stehen bleiben wo es uns gefällt.” meinte Peter, als wir unseren Sommerurlaub nach Italien planen.

Dieses Mal wollten wir irgendwie nicht fliegen. Urlaub im August kann es in Europa ziemlich voll werden. Nichts ist schlimmer für uns, als sich Handtuch an Handtuch mit wildfremden Menschen an den Strand zu reihen. So beschlossen wir, mit Secret Escapes einen Roadtrip durch Norditalien zu machen. Von Südtirol, über Verona, an den Lago di Garda, bis den Lago Maggiore. Im Nachhinein betrachtet war das eine exzellente Idee. Warum lest ihr hier.

Italien Roadtrip erste Etappe: Von Wien nach Welsberg

Mit dem Auto zu reisen hat einen klaren Vorteil, man sieht einfach mehr von der Gegend. Die Gegend um Wien herum war aber zum Start nicht so attraktiv. Entlang der Süd geht es in Richtung Süd-Tirol, durch den Regen, ein klassisches Wetter zum Abhauen.

Google Maps Streckenbeschreibung Etappe Wien - Welsberg

Über Graz, Wolfsberg, Spittal an der Drau und Lienz geht unsere Strecke zur ersten Etappe. Welsberg-Taisten in Südtirol. Vorbei an den zahlreichen Baustellen, aber ohne große Staus gelangen wir nach ca. fünfeinhalb Stunden an das erste Ziel.

Landgasthaus mit Pfiff – Hotel Goldene Rose

Hotel Goldene Rose Welsberg-Taisten Südtirol
Das Hotel Goldene Rose ist gemütlich, liegt zentral im Ort und wird liebevoll von der Famile geführt.

Der Grund, warum wir gerne mit Secret Escapes Angeboten reisen, ist einfach. Es ist immer eine Überraschung. Aber im positiven Sinn. Als wir ankamen war das Wetter so lala. Die dunklen Regenwolken fingen aber an sich aufzulösen und wir beziehen unser kleines, aber nettes Zimmer mit Blick auf die Berge. Mitten im Ort und doch gleich in der Natur, hat Secret Escape diese Unterkunft wirklich geschickt ausgesucht.

Das Hotel verfügt sogar über einen kleinen Wellnessbereich, den ich dankbar besuche, um dem durch geschüttelten Körper etwas Erholung zu gönnen.

Der Betrieb wird von der Familie geführt, so ist auch die Atmosphäre eine freundliche und am Gast interessiert. Man isst auch sehr gut und das Bier war perfekt. Die erste Nacht schlief ich wunderbar.

Pragser See – kleine Träne in den Bergen

Pragser See Ruderboote mit Bootshaus Idylle

Sagenwelt der Dolomiten

In den Sagen des Reiches der Fanes spielt der Pragser Wildsee als “Ort der Verheißung” eine wichtige Rolle. Laut Sage versteckt sich das Volk der Fanes bis zu seiner Wiedergeburt an einem unzugänglichen, unterirdischen Ort. Nur die Tiefe des Pragser Wildsees und der riesige Felsen des Seekofels “Sas dla Porta” gibt ihm Sicherheit. Noch heute öffnet sich in jeder Vollmondnacht das Felsentor des “Sas dla Porta”, und das Boot mit der Fanes Königin und ihrer Tochter Dolasilla gleitet hinaus auf den See…

Am nächsten Tag fahren wir mit dem Bus (!) zum Lago de Braies, oder deutsch, Pragser See. Weil die Bergstraße für Autos zwischen 10 und 14 Uhr gesperrt ist, und wir nicht in Braies festhängen wollen, nehmen wir den gebührenpflichtigen Bus in Anspruch. Der verkehrt stündlich zwischen dem kleinen Bahnhof Welsberg und dem Pragser See. Eigentlich keine Schlechte Idee, man hat weniger Stress mit Parkplatz suchen. Denn vor dem Hotel am See ist der Parkplatz völlig überfüllt.

Viele schöne Wanderwege starten vom Gleichnamigen Hotel in die Bergwelt und in den Nationalpark Fanes Sennes Prags.

Wir entscheiden uns für einen gemütlichen Spaziergang um den See, der ca 1,5 Stunden dauert und nicht anspruchsvoll ist. Viele schöne Fotos machen wir vom Panorama. Aber auch sehr seltene Pflanzen können wir entdecken. Ein älterer Wanderer macht uns auf die Teufelskralle aufmerksam. Sie ist äußerst selten und ich kann vom Weg aus sogar ein Foto machen.

Autorin Marion Rotter fotografiert den See im Sitzen
Viele schöne Motive findest du, wenn du den See zu Fuß umrundest.
Die seltene Teufelskralle wächst an den Ufern des Pragser Sees.
Die seltene Teufelskralle.

Hotel Pragser See vom Ufer aus fotografiert.

Am Ende kommen wir wieder beim Hotel Pragser See raus und beschließen, hier gemütlich Mittag zu essen. Das um 1900 erbaute Hotel ist entzückend, das Essen ist gut und ich habe zu viel Wein erwischt.

Forelle gebacken frisch aus dem Pragser See.
Die Forellen werden im Pragser See ausgesetzt. Sehr köstlich.

Etwas beschwingt geht es darum mit dem Bus wieder retour ins Hotel. Morgen früh starten wir dann los zum Gardasee.

Zum Mitnehmen:

Heublumen Schnaps. Hochprozentige Wiese aus der Flasche ist nicht nur witzig, sie schmeckt sogar.

Südtiroler Wein. Die Weinsorten in der Gegend sind nicht zu unterschätzen. Oftmals sind die Weingüter so klein, dass man ihre Weine nicht beim Weinhändler in der Heimat findet. Wir haben uns die Flaschen immer zeigen lassen, die wir bestellt hatten. Du findest diese Weinsorten oft beim ansässigen Händler.

Speck und Räuchereien. Wo, wenn nicht in Tirol ist man des Räucherns kundig. Aber selbst geräucherter Speck ist nur bedingt haltbar. Im Kofferraum bei sommerlicher Hitze ist das nicht Ideal. Nimm ihn mit, wenn du eine Möglichkeit hast, ihn kühler zu lagern.

Mit dem Auto an den Gardasee – und warum ich Verona hasse

Die Arena von Verona Am nächsten Morgen regnet es erneut, eine weitere Wanderung kommt für uns nicht in frage und wir beschließen die Nähe zu Verona auszunutzen. Ich war seit frühen Kindertagen nicht mehr in dieser Stadt. Doch meine Erinnerung wird mit der heutigen Realität nicht mehr fertig.

Es ist überlaufen, laut und teuer. Und wenn ich sage, teuer, dann meine ich den Nepp in den Restaurants und den überteuerten Souvenirmarkt, der sich hässlich und mit Ramsch überladen auf der schönen Straße breitmacht wie eine ekelhafte Made, die die Stadt aufzufressen droht.

Julias Balkon

Verona Julia und Romeo Balkon Besonders enttäuschend empfinde ich den Balkon, auf dem niemals Julia stand und den Innenhof auf dem niemals ein Romeo stand. Denn Shakespeares Geschichte wurde von einer Begebenheit in Triest inspiriert. In Verona hat es niemals diese beiden Personen gegeben. So ist alles hier ein ziemliches Schummelpaket. Kannst du hier ausführlich nachlesen: https://www.stern.de/reise/europa/verona-betrug-vorm-balkon-3364952.html

Ich stehe da nun unter dem blöden Balkon, dessen Gebäude eigentlich mal ein Stall war. Die Balustrade wurde viel später errichtet um der Romeo und Julia Lüge gerecht zu werden.

Menschenmassen unter dem Balkon von Julia in Verona Ich verstehe, dass dieser Balkon für manche ein Symbol von wahrer Liebe darstellt. Jedoch stellen sich bei mir keine romantischen Gefühle ein. Eher klaustrophobische Panikattacken, verursacht von den Massen an Menschen, die unter dem Balkon stehen um ein Foto zu machen. Der Besuch des Balkons ist kostenpflichtig und kurz. Für mich keine Option. Die bronzene Julia Statue, der “Verliebte” gerne mal die Brust streicheln, ist nicht zu sehen. Zu viele Menschen drängeln, schubsen und stoßen sich, in dem überfüllten Innenhof. Es ist laut, es ist warm und ich krieg keine Luft.Wir kehren dem Spektakel den Rücken und fahren weiter nach Salo, wo das charmante 4 Sterne Hotel Villa Galeazzi schon auf uns wartet.

Nächste Etappe mit dem Auto – Der Gardasee

Google Maps Etappe von Welsberg nach Salo Der Gardasee ist, dank seiner einzigartigen Lage einer der wenigen alpinen Seen, der ein mediterranes Klima und Atmosphäre hat. Bereits, von oben herab fahrend, sehen wir erste Palmen Wipfel winken, die Zitronen duften und die Häuser sind mit vielen Blumenkästen und Amphoren geschmückt, die um die Wette blühen. Das ist das Flair das ich so liebe. Die Straßen sind teilweise eng, kurvig und Peter ist voll in seinem Element und steuert unseren blauen Blitz sicher durch die Kurven.

Limone am Gardasee

Hotel Villa Galeazzi

Hotel Galeazzi Salo am Gardasee
Schönes Vier-Sterne Hotel mit Pool und netter Aussicht auf den See.

Auch hier hatte Secret Escapes wieder ein Händchen. Das 4 Sterne Hotel im Art Deco Stil ist hübsch und auch das Zimmer ist ok. Etwas klein ist das Bad und die Türe geht in Richtung Waschbecken, es ist leider etwas sehr eng. Dafür ist der Ausblick auf dem Balkon schön. Ich blicke auf den See. Der kleine Balkon klebt wie ein Schwalbennest an der Fassade – über uns nur noch der Dachgiebel. Man sollte schon schwindelfrei sein.

Dafür ist das Zimmer nett eingerichtet und geräumig. Für die nächsten zwei Nächte werden wir uns hier sicher wohl fühlen.

Die schönsten Panorama Spots am Gardasee

Blick vom Aussichtspunkt Al Fil auf den Gardasee Mit dem Auto um den Gardasee? Kein Problem. Das geht und ist einfach sehr interessant. Von Salo aus fahren wir in Richtung Gargnano am See entlang und genießen die Aussicht auf selbigen. Entlang der Straße hat es viele Sehenswürdigkeiten, Parks, kleine Schlösser und Kirchen. Wir fahren auf der SS4 bis ca. Piovere und biegen dann auf die kurvige Bergstraße SP38 ab um auf den Aussichtspunkt Panorama Al Fil zu gelangen. Der Blick von hier ist atemberaubend. Das kleine, verpennte Gipfel Cafe bietet eine süße Creme mit Kaffee. Ich sitze da und genieße Mascarpone und die Aussicht auf den See.

Aussichtscafé Panorama al Fil Gardasee
Du musst unbedingt diese Creme versuchen!

Nun meldet sich mein teuflischer kleiner Google Reiseführer am Handy zu Wort und ich bekomme einen Hinweis auf eine noch weit spektakuläre Aussicht. Die Schauderterrasse des Hotels Paradiso in Trevo Perosine.

Höllentrip durch das Braga Tal

Wir fahren also wieder in Richtung See um dann in einen kleinen unscheinbaren Tunnel abzubiegen. In einer Haarnadelkurve führt die extrem enge Bergstraße hinauf und – nichts geht mehr. Schlangen von Autos stehen hier mit abgedrehtem Motor und warten. Doch auf was warten sie?

Nach einer Weile werde ich unruhig. Wir können nun weder vor noch retour. Hinter uns sind auch bereits wartende Autos. Nur die Motorradfahrer brausen unbeeindruckt an der langen Schlange vorbei. Irgendwann kommt uns dann ein Wohnmobil entgegen. Auf der engen Straße beginnt nun erneut das hin und her schieben. Mit Ach und Krach schaffen wir es, dem Idioten im Wohnmobil Platz zu machen. Das wir selbst ziemliche Idioten sind, wird sich aber nicht viel später noch herausstellen.

Peters Herausforderung in der Brasa Schlucht

Im Juli mit dem Auto durch das Brasa Tal ist keine gute Idee gewesen. Wir ruckeln so von Haarnadelkurve zu Haarnadelkurve. Überall das gleiche Bild. Lange wartende Autoschlangen und irgendwann kommt uns sogar ein Kleinlaster entgegen. Kurz darauf wissen wir warum. Die Brasa Schlucht wird noch enger. So eng, daß beide Felswände sich fast berühren. Für Peter ist das Nervenkitzel pur. Ich lenke mich ab indem ich diese Szenen für Dich filme. Das Tal ist jedoch der absolute Hammer. vorbei an wilden Wasserkaskaden, durch kleine Tunnels und an Abhängen entlang führt diese kleine Straße. Oben angekommen haben wir uns mal kräftig verfahren. Wir finden eine schöne Stelle zum Beine vertreten und um den Ausblick zu genießen. Die kleinen Bergdörfer sind ebenfalls sehenswert. Ganz am Ende unseres Abenteuers, die Terrasse und das Hotel haben wir übrigens nicht gefunden, stellen wir fest, dass man auch anders hinfahren kann. Ich habe Dir den angenehmeren Weg zusammengestellt, falls es dich auch dort hinauf ziehen sollte.

Der Gardasee ist sehr abwechslungsreich. Eigentlich für jeden Geldbeutel etwas dabei. Viele von uns erinnern sich vielleicht noch an die Campingplätze direkt am Wasser, oder an die kleineren Strand Pensionen. Natürlich gibt es auch sehr schöne Häuser mit SPA und Wellness Programm, exzellenter Küche und klimatisierten, modernen Zimmern. Ich – mit dem Hang zum Schlosshotel fand hier das eine oder andere Schätzchen. Wer hier absteigt braucht jedoch wirklich einen Schatz am Bankkonto. Eine Umrundung um den ganzen See dauert ca. 4 Stunden und ist abwechslungsreich – empfehlenswert um einen ersten Eindruck zu bekommen.

Restauranttip Salo am Gardasee

Nach diesem Abenteuer haben wir uns ein feines Abendessen am See verdient. Es gibt Seafood im Restaurant La Veranda in Salo.

 

Von Limone nach Malcesine – Ausflug auf die Scaliger Burg

An der Fähre -Einweiser vor dem Auto weist den Weg in das Schiff
Was ein Schnuckelchen…

Am nächsten Tag geht es mit der Autofähre von Limone nach Malcesine.

Blick durch einen Rettungsring auf den Gardasee und den Hafen.

Ein netter Ausflug – auf der Scaliger Burg entstand übrigens das Titelbild. Wer schwindelfrei und mutig ist, kann den Turm besteigen.

Treppen hinauf zur Scaliger Burg Gardasee Italien

Die Aussicht lohnt sich jedenfalls. Das Museum, dass sich in den Räumen der Burg befindet, erzählt Frühgeschichtliches, regionale Geschichte und den Fabeln rund um den See. Also auch bei Regen ein Besuch wert. (Der Eintritt ist kostenpflichtig) Ein Selfie mit Goethe ist selbstverständlich.

Blick von der Scaliger Burg über den Gardasee und den Ort Limone

Ein weiteres Ausflugsziel ist der Monte Baldo. Als wir auf dem Burgfried stehen, sehen wir schon von weitem die ellenlangen Schlangen der Seilbahn Passagiere. Im Juli kann es hier zu langen Wartezeiten in der Hitze kommen. Wir lassen dieses Spektakel aus. Hier findest du jedoch die Infos zur Seilbahn. Du kannst aber auch sportlich sein und hinauf wandern. Entlang des Gardasees gibt es übrigens phantastische und zahlreiche Wanderwege. Noch ein Grund für mich, wiederzukommen.

Restauranttipp am Gardasee

Den letzten Abend verbringen wir mit einem Insider Tipp. Das Fior di Loto in Puegnago. Peter, der Fleischtiger, hat dieses Restaurant entdeckt, in dem es Steak Spezialitäten aus aller Welt, aber auch von regionalen Rindern gibt. Wer Italienisch kann ist im Vorteil. Man spricht jedoch gebrochen Deutsch.

Steak Auswahl im Restaurant Fior di Loto in Puegnago Gardasee Der Grill im Restaurant Fior di Loto in Puegnago Gardasee Steaks auf dem Grill im Restaurant Fior di Loto in Puegnago Gardasee T-Bone Steak Restaurant Fior di Loto in Puegnago Gardasee

Mitten im Nirgendwo zwischen Pferdekoppeln, Karpfenteichen und gemähten Wiesen lassen wir unsere Erlebnisse am Lago di Garda gemütlich ausklingen.

Mitnehmen:

Suche nach den Zitronenplantagen am See und kaufe da den feinen Limoncello, aber auch andere tolle Dinge aus Zitrone.

Malora Zitronenplantage in Limone

Lavendel ist hier auch im Juli zu bekommen. In Form von Ölen, Säckchen für den Kleiderschrank und hübschen kleinen Seifen, die herrlich duften und ein begehrtes Mitbringsel sind. Lavendel ist übrigens auch ein prima Geflügelgewürz.

Autorin Marion Rotter mit Lavendeleinkäufen am Gardasee

Wein. Hier, rund um den See beginnen die ersten Weingüter. Auch um Verona findest du einige gute Tropfen. Der Soave wächst hier und ist es Wert, von dir mitgenommen zu werden.

Der Lago Maggiore – Mondäner Urlaubsort seit 1887

Auf dem Weg zum Lago Maggiore machen wir einiges an Höhenmetern mit dem Auto.

Google Maps Etappe von Salo nach Stresa

Doch zunächst geht es mal vorbei an Bergamo mit seinen feinem Käse und den guten Weinen. Ich bin sauer, dass wir wiedermal viel zu wenig Zeit haben. Du musst unbedingt dort stehen bleiben – Hier findest du allerlei Feines und Bergamo ist sehr schön.

Weiter an Mailand vorbei – mit einem Riesenglück kommen wir nicht in den berühmt berüchtigten Verkehr nach Büroschluss. Dann geht es durch die Po Ebenen mit selbigem Fluss und seinen typisch weißen Ufern. Langsam schlängelt sich die Autobahn hinauf in die Hügel und Berge.

Blick auf den Lago Maggiore und die Borromäischen Inseln.

Die Natur wird wieder etwas karger und auch wenn der See recht geschützt liegt, hat der Lago Maggiore eher wieder ein typisches Bergsee Gesicht. Palmen und Exotische Pflanzen werden immer seltener. Der Seespiegel liegt auch höher als der Gardasee und hier wird es im Winter auch wirklich kalt. Nichts desto Trotz hat dieser See ebenfalls seinen ganz speziellen Charm. Die vielen kleinen Inseln sind beliebte Ausflugsziele. Wir sind gleich mal den ganzen Tag auf der kleinen Insel “Isola Bella” hängen geblieben.

Blick auf die Insel "Bella Isola" am Lago Maggiore

Autorin Marion Rotter auf der Isola Bella Autor Peter Wenauer auf der Isola Bella

Hotel della Torre – Stresa

Blick vom Balkon des Hotels Del Torre Stresa Lago Maggiore

Wir wurden von Secret Escapes in Stresa einquartiert. Das Hotel Della Torre ist wieder ein hübsches und gepflegtes Haus. Die Zimmer sind großzügig, klimatisiert und wir haben einen geräumigen Balkon von dem aus man schön über Stadt und See blickt. Dank WLan wird dieser Platz zu meinem Arbeitsplatz.

Blick vom Balkon des Hotels della Torre af den Lago Maggiore

Neben dem Hotel ist auch wieder ein nettes Pool, leider viele Kinder. An Ruhe nicht zu denken. Darum machen wir uns auch gleich wieder auf den Weg und spazieren an der alten Promenade, vorbei an den Fünf Sterne Palästen mit Rang und Namen. In einem von ihnen werden wir übrigens die letzten Tage unseres Seen Roadtrips verbringen.

Stresa

Blick auf Stresa am Lago Maggiore

Stresa ist mondän, edel und entspannt. Hier muss man einfach nichts tun, außer schauen. Das ist im Danieles Restaurant am schönsten. Dazu gibt es noch eine phantastische Küche. Das Danieles wird kurzerhand zum Stammlokal für die nächsten Tage erkoren.

Spaghetti Pomodoro im Restaurant Daniele Stresa Lago Maggiore Vitello Tonnato im Restaurant Daniele Stresa Lago Maggiore An der Promenade traf sich das Who is Who des 19ten Jahrhunderts. Reiche Tuchhändler Familien bauten herrliche Villen und Schlösser, Hemingway versoff sein Geld an der Hotelbar des Iles des Borromees, Dichter, Künstler Musiker und die Heerscharen des europäischen Adels.

Fassade des Grand Hotel Iles des Baromees mit Geranie und Sonnendach

Noch heute liegt hier etwas edles, elegantes und sehr entspanntes in der Luft. Das hier gerade die Motor XCat World Cup stattfindet erstaunt uns darum eher wenig. Von dieser Atmosphäre angesteckt, beobachten wir gelassen und entspannt das Spektakel der heulenden, wendigen Schnellboote.

Ausflüge um den Lago Maggiore

Mit der Seilbahn auf den Mottarone mit Blick über den Lago Maggiore Unsere letzte Etappe lässt uns mehr Zeit. Ganze 5 Tage können wir an dem See verbringen. Das Wetter ist wechselhaft – Unser Ausflug mit der Seilbahn auf den Mottarone ist weniger spektakulär, da der See leider im Dunst der Wetterfront verschwindet. Keine Chance auf ein vernünftiges Foto, entschließt sich Peter zu einem Höllenritt mit dem Alpine Coaster. Eine fetzige Fahrt entschädigt die schlechte Sicht.

Auch am Lago Maggiore fahren wir entlang des Ufers und finden idyllische Orte und Plätze zum Verweilen. Schöne alte Städtchen säumen das Flussufer.

Weitwinkelaufnahme der Promenade in Cannobio Lago Maggiore mit ihren vielen Restaurants

Die Nähe der Schweiz wird immer merkbarer. Hier beginnt der Ausverkauf der schönen Ufer nahen Grundstücke. In der Schweiz fahren wir durch geisterhafte Orte. Hier regiert die Immobilien Spekulation. Kein Mensch auf den Straßen – halb verfallene Neubauten ohne Käufer. Noch schlimmer ist Locarno. Lass das aus. Nicht mal zum Einkaufen kann die Stadt was. Es ist eine Betonwüste. Entsetzlich. Dafür ist die Italienische Seite noch immer so verträumt und schön, wie ich sie aus meiner Jugend und den Urlauben da kenne.

Hier gibts die besten…

Croissants: In Baveno Imbarcadero bekommst du herrliche, frischgebackene und nicht mit Butter gesparten Kipferln. Empfehlenswert für ein Frühstück am Idyllischen Hafen.

Vitello Tonnato: Bei Daniele an der Uferpromenade in Stresa wirst du kulinarisch verwöhnt.

Delikatessen: In der Altstadt von Cannobio findest du allerhand Feines zum Mitbringen. Suche in den kleinen Läden nach Würzmischungen für Deine Arrabiata Spaghetti Sauce, oder Pikante oder mit Oliven. Pesto in Gläsern, Grappi, und Limoncello, Sugos im Glas, haltbarer Käse und viele weitere Spezereien in kleineren Portionen eignen sich als super Mitbringsel.

Der krönende Höhepunkt Grand Hotel Iles Borromees & Spa

Die letzten zwei Nächte verbringen wir im legendären Grand Hotel Iles des Borromees mit all seinem Pomp und Prunk. Diese Buchung haben wir jedoch selbst vorgenommen. Sie ist nicht mehr Teil der organisierten Reise von Secret Escapes.

Das antike Glockenspiel tönt alle Stunde, die Kunstsammlung im Hotel selbst ist sehenswert – vieles jedoch Replik, was dem Gesamtbild eines Art Deco Palastes jedoch keinen Abbruch tut. Die Suite ist pompös der Blick auf den See, vom Bett aus, herrlich. Wir lassen es uns gut gehen. Eine detaillierte Hotelkritik folgt noch.

San Bernardino Pass und See – ein kleines Extra auf dem Heimweg

Weil wir nicht direkt zurück nach Wien müssen, sondern einen Besuch in Friedrichshafen machen, fahren wir mit dem BMW noch über den San Bernadino Pass und checken uns den letzen Italienischen See auf unserem Roadtrip. Unser Erlebnis Zeppelin kannst du bald nachlesen. Denn das ist unsere nächste Story.

Fazit: Mit Secret Escapes durch Südtirol und die italienische Bergwelt hat irrsinnig Spaß gemacht. Wir haben viel gesehen und erlebt. Mit dem Auto ist man flexibel und kann sich die Zeit einteilen, wie es einem gefällt. Ich kann Dir so einen Roadtrip durch Italien sehr empfehlen. Natürlich kannst du Deinen Roadtrip auch selbst zusammenstellen. Das Risiko, ein Hotel zu wählen, dass nicht besonders gut ist, besteht jedoch.

 

Alle Bilder verstehen sich ©LSLB-Magazin, sofern nicht explizit anders gekennzeichnet. Der Artikel enthält unbezahlte Werbung durch Namensnennungen.

 

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Marion
Sie ist die Initiatorin des LSLB-Magazins. Neben ihrer Tätigkeit im Management und Entwicklung, findet sie aber immer noch Zeit, selbst über die schönen Dinge des Lebens zu schreiben. Ihr Fokus liegt auf Hotelchecks und Städtereisen, Tipps und Tricks rund um das Thema. Sie hat eine Schwäche für den afrikanischen Kontinent und begleitet den Abenteuer Redakteur, wann immer sie kann in die Weiten der afrikanischen Savannen. Zudem ist sie der richtige Ansprechpartner, wenn es um Deine Werbeschaltung geht, oder um Anfragen zu Kooperationen.

10 COMMENTS

  1. Italien und besonders seinen Seen sind wirklich traumhaft schön.
    Immer wieder genieße ich dort die Natur und komme zur Ruhe.
    Was allerdings gerade am Pragser Wildsee immer schwerer wird 🙁

    Liebe Grüße, Katja

    • Hallo Katja, leider ist der im Sommer tatsächlich sehr beliebt. Tipp: Der frühe Wurm hat einen Vogel… oder wie hieß das nochmal. Komm früh hin. Stille und Natur pur. VLG Marion

  2. Meine norwegische Aupair-Familie fährt jedes zweite Jahr mit dem Auto von Oslo nach Sardinien. Für mich wäre das echt eine Qual. Wir sind früher mit dem Auto nach Ungarn in Urlaub gefahren, das war echt oft zu viel Rumsitzerei. Da miete ich lieber eins vor Ort.

  3. So schade, dass die Sage um den Pragser See aufgrund der gewählten Schriftfarbe so schlecht lesbar ist. Ich wollte es schon sein lassen und hab mich zum Glück durchgequält.
    Die Bilder und der Reisebericht haben mich fasziniert, danke.
    Alles Liebe
    Annette

  4. Ich kann mir gut vorstellen, dass dich die Menschenmassen in Verona „erdrückt“ haben, würde mir ähnlich gehen. Am Gardasee waren mein Mann und ich auch einmal, allerdings nur kurz, denn dann hat es uns ins Garland gezogen. Wir sind meist mit dem Auto in Europa unterwegs, einfach um unabhängiger zu sein.
    Danke für deinen ausführlichen Bericht.
    LG
    Carina

  5. Guten Abend.
    Mit dem Auto nach Italien. Das würde ich auch gerne mal aber ich glaube, dass das nichts für die Kinder wäre. Wir müssten auch einige Zwischenstopps einlegen. Das mit Verona finde ich krass. Alleine die Lüge mit dem Balkon wo Romeo und Julia gestanden haben sollen, ich bin baff. Absolut!

    Liebste Grüße,
    Merry.

    • Hallo Merry, vorab – Ich habe keine Ahnung von Reisen mit Kindern. Von Deutschland aus sicher noch eine längere Anreisezeit. Zwischenstopps in Bayern ( auch tolle Seen) wäre vielleicht eine Lösung. VLG Marion

  6. Meine Tochter und ich waren bisher 3mal in Italien und fanden es immer schön dort! Verona ist wirklich ein Schummelpaket, aber wir hatten dort lecker gegessen. Am Gardasee und in Limone und Macesine waren wir auch! Limone fanden wir ganz besonders zauberhaft! Da würde es uns noch mal hinziehen!

    Liebe Grüße
    Jana

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