fbpx
Werbung

Mitsubishi Eclipse Cross PHEV – SUV scharf geschnitten

Wenn du meine Fahrberichte verfolgst wird dir das Antriebskonzept des Mitsubishi Eclipse Cross PHEV vertraut erscheinen. Der Mitsubishi Outlander PHEV macht das genauso. Der 2,4-Liter Benziner, kombiniert mit zwei E-Motoren an beiden Achsen, Wenn bei höheren Geschwindigkeiten mehr Power gefragt ist, wird er per Direktantrieb an die Vorderräder dazugeschalten. Wie sich das auf der Langstrecke anschickt? Das konnte ich bei der Fahrt von Wien nach Bregenz und wieder retour über Innsbruck nach Wien ausgiebig testen.

Schnittiges Outfit

Der Eclipse Cross ist ein kompaktes SUV mit scharfen Linien, die an ein Sportcoupé erinnern. Die schlanke Silhouette, die schmalen Scheinwerfer und die schnittigen Rückleuchten lassen das Auto flott dastehen.

Mitsubishi Eclipse Cross PHEV
Vor allem von hinten betrachtet fallen die schnittigen Linien des Eclipse Cross besonders auf

Ansprechendes Interieur

Zunächst fallen dir die hellgrauen Ledersitze auf. Sie stehen dem in ‘Diamond Weiß’ gehaltenen Japaner ausgezeichnet. Die Mittelkonsole und Teile des Lenkrads zieren Blenden in schwarzer Klavierlack-Optik. Solange du diese Flächen staubfrei hälts und nicht mit feuchten Fingern berührst, schaut das wahrlich nobel aus. Mein Tipp: schau, dass du immer ein Microfasertuch bei der Hand hast und puschle bei roter Ampel die glänzenden Stellen ab.

Mitsubishi Eclipse Cross PHEV
Die Vordersitze sehen nicht nur gut aus, sie sind auch langstreckentauglich

Zwei ‘echte’ Rundinstrumente hinter dem Lenkrad – da kommt (zumindest bei mir) Freude auf. Auf dem Lenkrad erkennst du die wichtigsten Bedienelemente für Tempomat und Audio (Radio, Telefon und Sprachsteuerung). Die Paddles hinter dem Lenkrad dienen dir zum Variieren der Rekuperatioinsstufe von stark bis leicht und nicht zum manuellen Schalten auf dem Race-Track.

Der Touchscreen rekelt sich tabletoid oben auf dem Armaturenbrett. Wie bei der Klimaeinheit zwei Etagen tiefer, wirst du hier zwei griffige Drehregler vorfinden. Das geht ja schon fast in Richtung ‘retro’ – wie geil ist das denn?

Mitsubishi Eclipse Cross PHEV
Ein gesunder Mix aus Bedienelementen der Vergangenheit (Drehregler) mit Features der Moderne (Touchscreen)

Der Automatikwählhebel liegt gut in der Hand und rundherum geben sich die Schalter für Fahrmodi, etc. zu erkennen.

Alles in allem wirst du dich im Eclipse Cross rasch wie zu Hause fühlen.

Fahr’n, fahr’n, fahr’n auf der Autobahn

Das war angesagt bei der oben angekündigten Fahrt von Wien nach Bregenz. 80-90 % Autobahnanteil – das kann dieser Mitsubishi erstaunlich gut. Anfangs überwogen die Bedenken. Naja… Kompaktauto. Naja… dieses Hybridsystem. Naja… Sitze und Sitzposition für diese lange Distanz. Was soll ich dir sagen: innerhalb kürzester Zeit zerstreut dieser SUV diese Bedenken. Kompakt: ist übersichtlich. Hybrid: ist gemütliches Cruisen. Die Sitze sind straff genug, damit du nicht wegschlummerst und so gut geformt, dass du nach ein paar 100 Km keinen Chiropraktiker konsultieren musst. Zu dieser Art der Fortbewegung passt das komfortabel abgestimmte Fahrwerk bestens.

Mitsubishi Eclipse Cross PHEV
Häufiges Laden der Batterie senkt die Treibstoffkosten und ermöglicht rein elektrisches, emissionsfreies Fahren

Bei Autobahntempo 130 schlürft der 2,4-Liter Vierzylinder gerne so um die 10 Liter auf 100 Km – sparsam ist das nicht gerade. Der Benziner verhält sich etwas brummig, wenn er gefordert wird bzw. wenn während der Fahrt die Batterie geladen wird. Bei gleichmäßiger Fahrt auf Autobahn oder Landstraße überwiegen die Abroll- und Windgeräusche.

Rein elektrisch schaffst du – je nach Fahrweise – zwischen 30 und 40 Kilometer. Für einen kompakten Plug-In Hybriden ein ganz guter Wert.

Mitsubishi Eclipse Cross PHEV
Bei knapp über 160 Km/h wird abgeregelt – ausreichend schnell für hohe Autobahn-Schnitte

Von 0-100 Km/h vergehen 11 Sekunden und bei 162 Km/h ist Schluss. Beides mehr als ausreichend, um flott im Alltagsverkehr mitzuschwimmen. Offroad-Kompetenz gibt es bei Mitsubishi bereits seit Jahrzehnten – erinnere dich an den legendären Pajero. Diese wird auch beim Eclipse Cross nicht verheimlicht. Unterschiedliche Fahrmodi machen aus diesem modernen SUV keinen High-End Gatschhupfer, jedoch gibt es Unterstützung für Untergründe abseits von Asphaltbändern – zumindest für Schnee und Schotter steht das passende Fahrprogramm zur Verfügung.

Mitsubishi Eclipse Cross PHEV
Im Motorraum des Mitsubishi geht es eng zu. Neben dem 2,4-Liter Benziner muss auch noch der E-Motor und die Steuereinheiten Platz finden

Fülle des Raumes

Auf den vorderen Plätzen lässt es sich großzügig leben. Die zweite Reihe entspricht nicht mehr ganz dem Erste-Klasse-Feeling für lange Strecken. Dafür eignet sich der Mitsubishi Outlander doch um einiges besser.

Mitsubishi Eclipse Cross PHEV
Die hellen Sitze im Fond sehen gut aus, sind aber nur bedingt langstreckentauglich

Mit dem Kofferraum bewältigst du locker den ‘normalen’ Alltag mit Einkauf, Büro-Equipment und Freizeitaktivitäten – wenn es nicht gerade ein Kanu sein muss. Der Gepäckraum wurde etwas beschnitten. Einerseits durch den doppelten Boden, unter dem du die Ladekabeln verstauen kannst und andererseits durch die nach hinten abfallende Dachline – Schönheit muss leiden.

Mitsubishi Eclipse Cross PHEV
Unter dem Ladeboden befindet sich ein zusätzliches, mit Ladekabeln gefülltes, Staufach. Nicht super-groß aber maximal flexibel präsentiert sich der Kofferraum

Raumausstattung

Die Ausstattungsvariante ‘Diamond’ ziert unser Testauto – das Top-Modell. Neben Komfort-Goodies wie beheiztes Lenkrad, Ledersitze, Head-Up-Display, Sitzheizung vorne und hinten und Premium-Soundsystem verfügt dieses Modell über ein Reihe sicherheitsrelevanter Features. Parksensoren, Rückfahrkamera und 360-Grad Ansicht der Fahrzeugumgebung helfen enorm beim Einparken. An elektronischen Assistenten fehlt es auch hier nicht: Fernlicht-, Spurhalte- und Totwinkelassistent sind ebenso an Bord, wie Verkehrszeichenerkennung und Frontkollisionswarnsystem mit Fußgängererkennung. 

Manchmal frage ich mich wirklich, wie Autofahren früher überhaupt nur ansatzweise möglich war…

Mitsubishi Eclipse Cross PHEV
Rund um den klassischen Automatikwählhebel geht es um die Steuerung von Fahrfunktionen

Fazit des Redakteurs

Ein braves Auto und das im positivsten aller Sinne. Der Mitsubishi Eclipse Cross erscheint als frischer Farbtupfer im uniformen Straßenbild. In seinem tiefen Inneren überzeugt er durch Klarheit, Entspanntheit und hoher Praxistauglichkeit. Trotz kompakter Abmessungen empfiehlt er sich auch für längere Reisen. Sparsamkeit stellt sich dann ein, wenn die Batterie regelmäßig günstig geladen werden kann. 

Mitsubishi Eclipse Cross PHEV
Hier sind die Kanten und Sicken der schnittigen Karosserie gut erkennbar – moderne Licht-/Schattenspiele sind angesagt

Daten & Fakten des Testfahrzeuges

  • Fahrzeug: Mitsubishi Eclipse Cross PHEV Diamond
  • Motor: Benzin plus Elektro (PlugIn Hybrid)
  • Hubraum: 2.360 ccm Atkinson-Zyklus
  • Leistung kW/PS: 138/188 Systemleistung bei 4.000 U/Min
  • Drehmoment Nm: 193 bei 2.500 U/Min (Benzinmotor) und 137/195 (E-Motor vorne/hinten)
  • Kraftübertragung: 1-Gang Direktgetriebe und 1-Gang Elektroantrieb
  • Antriebsart: Allradantrieb
  • Beschleunigung 0-100 Km/h: 11 Sek.
  • Höchstgeschwindigkeit: 162 Km/h
  • Verbrauch (WLTP-Norm): 2,0 l/100 Km (kombiniert; Batterie voll, 67 % elektrisch, 33 % Benzin)
  • Stromverbrauch (WLTP-Norm): 16,9 kWh/100 km
  • Reichweite (WLTP-Norm): 45 Km
  • Testverbrauch: je nach Elektro-Anteil (auch 0 l/100 Km möglich), bei vorausschauender Fahrweise, bei der gleichzeitig die Batterie geladen wird: 8 – 10 l/100 Km
  • Länge: 454,5 cm
  • Breite: 180,5 cm
  • Höhe: 168,0 cm
  • Radstand: 267,0 cm
  • Wendekreis: 10,6 m
  • Kofferraumvolumen: 471-1.308 Liter
  • Kraftstofftankvolumen: 43 Liter
  • Batteriekapazität: 13,8 kWh
  • Leergewicht: 1.910 Kg
  • Felgen: 7J x 18 ET38
  • Reifen: 225/55 R 18 98H
  • Preis des Testautos: EUR 43.120,-
  • Online-Konfiguration des Testfahrzeuges: Konfigurator
Mitsubishi Eclipse Cross PHEV
Der Mitsubishi Eclipse Cross PHEV ist ein angenehmes, langstreckentaugliches Reiseauto, das auch in den Bergen nicht schlapp macht

Das könnte dich auch interessieren:

Text und Fotos: Andreas Icha

Andreas Icha
Andreas Ichahttps://andreasicha.com/
Mein Name ist Andreas Icha und ich lebe in Wien. Der Auto-Virus wurde mir bereits in die Wiege gelegt - ich kann also wirklich nichts dafür. Meinen geschätzten Leserinnen und Lesern meine ErFAHRungen in Wort und Bild nahe zu bringen erfüllt mich mit großer Freude. Zahlen, Daten und Fakten zu einem Fahrzeug sind wichtig. Noch mehr Bedeutung messe ich den Emotionen und Gefühlen bei, die ich mit Vergnügen in Worte fasse. Die Marke Jaguar übt bereits seit Kindheit eine Faszination auf mich aus. Das darf ich als Vorstandsmitglied im Jaguar Daimler Sports & Touring Car club (www.jdost.at) ausleben. Die Grenzbereiche im Motorsport lerne ich beim Fahren mit meinem Schalt-Kart kennen (www.amphoraracing.wordpress.at)

Neuste Artikel

Werbung

spot_img

Ähnliche Artikel

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

* Ich akzeptiere die Datenschutzbestimmungen

spot_imgspot_img
%d Bloggern gefällt das: