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Rolls Royce Autotest
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Was ist eine ‚Beste Luxus-Limousine‘ – warum soll das der Rolls-Royce Phantom sein? Was macht Rolls-Royce Phantom fahren aus? Womit ist ein Rolls-Royce vergleichbar? Antworten auf diese Fragen werde ich für dich ergründen. Ich schlüpfe abwechselnd in die Rolle des Chauffeurs, dann wieder in die der Lordschaft – alles nur für meine wunderbaren Leserinnen und großartigen Leser.

Tatkräftige Unterstützung erhalte ich von meinem Freund, Joseph – ein leidenschaftlicher Rolls-Royce-Verehrer. Er schwört seine Enkerln bereits jetzt darauf ein… ‚Was ist das beste Auto? … Richtig! Ein Rolls-Royce!‘

Rolls-Royce Phantom
Andreas und Joseph bei der mental-spirituellen Vorbereitung auf die Testfahrt mit dem Rolls-Royce Phantom – selbstverständlich am Vorabend der Testfahrt

Der ‚Magic Carpet Ride‘ – fahren wie fliegen

Das Fahren in einem Rolls-Royce Phantom der aktuellen Baureihe entspricht dem legendären ‚Magic Carpet Ride‘. Passende Worte hierfür sind: leicht, weich, leise, großzügig, edel,… Wie schafft Rolls-Royce dieses Fahrgefühl? Der Phantom VIII bedient sich einer neuen, eigenständigen Plattform – der ‚Architecture of Luxury‘. Durch den Einsatz von Aluminium konnte das Gewicht reduziert und die Verwindungs-Steifigkeit erhöht werden.

Rolls-Royce Phantom
Mit dem Rolls-Royce Phantom über Landstraßen und Autobahnen zu schweben ist ein einzigartiges Erlebnis

Das Komfortfahrwerk mit einer sensibel ansprechenden Luftfederung filtert Bodenunebenheiten bis zur Unkenntlichkeit weg. Die elektronisch geregelte Steuerung erhält je Sekunde Millionen von Messdaten geliefert. Karosserie- und Radbeschleunigung, Lenkbewegungen und Kamerainformationen. So weiß der Rolls fast schon im Vorhinein, wie sein Fahrwerk reagieren soll. Es fühlt sich in etwa so an, wie wenn ihr mit eurer großen Luxus-Yacht an der Code d’Azur herumschippert.

Meditative Stille für den Rolls-Royce Phantom

Was trägt zur meditativen Stille im Innenraum noch bei? Die Verglasung des Rolls-Royce Phantom ist rundum 6 mm dick und zweilagig. Mehr als 130 Kilo Dämm-Material lassen keine ungebührlichen Geräusche an dein Ohr dringen. Extra für Rolls-Royce wurde ein ‚Silent-Seal‘-Reifen entwickelt – noch leiser beim Abrollen und somit noch weniger Krawall. Funkelnde Sterne legen eine Aura der Stille über den Dachhimmel. Bei Joseph löst dieses Feature ein Gefühl der Glückseeligkeit aus – das vertreibt störende Geräusche.

V12-Zylinder für exquisite Laufruhe

Leistet auch der Motor einen Beitrag in Sachen Lautstärke? Selbstverständlich! Rolls-Royce entwickelt speziell für den neuen Phantom ein V12-Zylinder-Aggregat mit sagenhafter Laufruhe. Der Hubraum beträgt 6,75 Liter – das hat Tradition. Zwei Turbolader blasen den Benziner auf 571 PS auf. Das Drehmoment von 900 Nm Drehmoment liegt bereits bei unglaublich niedrigen 1.700 U/min an.

Rolls-Royce Phantom
Seine Lordschaft genießt das Säuseln des 6,75-Liter Bi-Turbo-V12 und huldigt das vorbeiziehende Volk durch die schalldämmende, zweilagige Doppelverglasung

Diese enorme Kraft ‚von unten‘ ermöglicht das nahezu schwerelose Gleiten. Die ca. 2,6 Tonnen Leergewicht sind dem Luxus-Schlitten kaum anzumerken. Wird die volle Leistung abgerufen, spannt sich ein imaginäres Gummiband, das die Limousine sanft und nachdrücklich in knapp über 5 Sekunden von 0 auf 100 Km/h nach vorne katapultiert. Das geschieht durchaus leise, dezent und akustisch kaum wahrnehmbar.

Automatikgetriebe mit Satelliten-Unterstützung

Die Kraft wird über ein 8-Gang Automatikgetriebe an die Hinterachse weitergeleitet. Das Getriebe steht in Kontakt mit GPS-Satelliten. Somit ‚weiß‘ diese intelligente Kraftübertragung, welche Fahrstufe eurer Lordschaft nun genehm sein wird. Fliegt der Phantom auf eine Kurve zu? Ist diese weit oder eng? Geht es bergauf oder bergab? Viele Parameter, die die Gangwahl beeinflussen und zum Gesamt-Fahrerlebnis dezent beitragen. Den Automatik-Wählhebel findest du als Lenkstock-Hebel an der rechten Seite hinter dem Lenkrad – unauffällig, dezent, einfach.

Rolls-Royce Phantom
Dem Chauffeur wir die Gangwahl vollends abgenommen. Satellitenunterstützt steht immer die korrekte Übersetzung zur Verfügung.

Punkt EINS, warum der Rolls Royce Phantom die ‚Beste Limousine der Welt‘ ist. Das ‚Magic Carpet Ride‘ Feeling. Leises, sanftes und kraftvolles Schweben über die Asphaltbänder der Welt.

Typisches Rolls-Royce Design

Das Design: ‚Typisch‘ Rolls-Royce im besten Sinn. Wenn du den Phantom siehst, denkst du nicht an einen Maserati, Bentley oder SsangYong – das IST ein Rolls! Die wuchtige Front dominiert das Aussehen. Die Seitenansicht zeigt die aufrechte Frontpartie, die über die ‚Coach Doors‘ in eine fließende, sich verjüngende Heckpartie übergeht.

Rolls-Royce Phantom
Diese Linieführung von der steil aufsteigenden Front über die mächtigen Coach-Doors zum fließend auskllingenden Heck ist einzigartig

Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters – entscheidet selbst, ob euch ein Phantom gefällt oder nicht. Auffällig ist er allemal. Kaum jemand, dessen Blicke uns bei der Testfahrt nicht gefolgt wären. Kinder stoßen Freudenschreie aus, Herren zeigen uns erhobene Daumen, Damen wollen unseren vermeintlichten Reichtum und Greise klammen sich an ihren Rollatoren fest.

Punkt ZWEI, warum der Rolls Royce Phantom die ‚Beste Limousine der Welt ist. Dieses Design und Auftreten ist einzigartig und unvergleichlich.

Komfort-Niveau liegt weit oben

Komfort auf allerhöchstem Niveau. Rolls-Royce nennt dies ‚The Embrace‘ – die Umarmung. Und genauso fühlst du dich – wie eingehüllt in einem Kokon. Dieses Auto will nur eines: die Passagiere sollen sich rundum wohlfühlen. Die Türen schließen auf Knopfdruck vollelektrisch – Dehnungsübungen zum Türgriff bleiben dir erspart.

Rolls-Royce Phantom
Die Reise mit einem Rolls-Royce Phantom ist der Höhepunkt automobiler Fortbewegung, wenn du dich dem Genuss der Ruhe hingeben möchtest

Die Instrumente und Bedienelemente sind klar, intuitiv nutzbar und auf das Notwendige beschränkt – kein Schalter zu viel, kein Lamperl, das Verwirrung stiftet. Willst du bei der Klimaanlage eine Temperatur vorwählen: Fehlanzeige! Ist dir kalt, drehst du den Regler mehr auf ‚rot‘.

Hast du ein hitziges Gespräch mit Putin oder Trump hinter dir, gönne dir etwas kühle Luft und wähle mehr ‚blau‘ am Einstellrad. Für den Passagier ist das Fahrzeug ein analoges Gefühlsbündel – ermöglicht durch Volldigitalisierung im Hintergrund.

Joseph findet den Sternen-Dachhimmel als höchstes Komfort-Gut – eine Wohltat für Augen und Seele.

Edle Materialien laden zum Verweilen ein

Selbstredend wirst du nur die edelsten, anschmiegsamsten und modernsten Materialien sehen, riechen, spüren und fühlen. Leder, Holz, Edelstahl, Aluminium,… Und etwas Kunststoff – hat aber keinen Einfluss auf die furchtbaren Plastikstrudel in unseren Ozeanen. Jeder Knopf, jeder Schalter, jede Anzeige – alles ist an dem Platz, an dem du es erwartest. Schlicht und einfach perfekt. Du wirst zum Verweilen eingeladen – slow down.

Rolls-Royce Phantom
Edle Materialien findest du nicht nur im Innenraum. Nein auch in Form des polierten Edelstahl-Kühlergrills, gekrönt von Emily, der ‚Flying Lady‘

Punkt DREI, warum der Rolls Royce Phantom die ‚Beste Limousine der Welt‘ ist. Diesen Komfort und diese Untertänigkeit eines Autos findest du sonst nirgendwo.

Weiches Leder für den Chauffeur und eure Lordschaft

Schon Chauffeur und/oder Butler sitzen in Reihe eins auf edlem Gestühl, das sich in alle Richtungen justieren lässt. Weiches Leder umgibt dich und du navigierst das ‚Schiff‘ mit schlankem Finger leichtfüßig durch die erschreckendsten Engstellen. Im Fond sitzt du als Queen oder Lordschaft und genießt die generöse Beinfreiheit. Du schlägst die Beine über Kreuz und nimmst einen Schluck ‚Dom Perignon White Gold Jeroboam‘ aus dem Kühlfach hinter der Mittelarmlehne.

Rolls-Royce Phantom
Ein Schluck vom edlen Champagner versüßt das Leben im Fond des Phantom. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Dein Haupt sinkt in die daunendeckenweiche Kopfstütze, während du Beethoven’s Mondscheinsonate lauscht und den Blick auf den Sternen-Dachhimmel genießt. Selbstverständlich kannst du dir diesen individuell gestalten lassen – Joseph träumt beispielsweise vom  Sternenhimmel zu dem Zeitpunkt als er das erste Mal einen Rolls-Royce wahrgenommen hat.

Kunst hinter Glas – ‚The Gallery‘

Beim Blick zwischen den Vordersitzen vorbei aufs Armaturenbrett bemerkst du sofort ‚The Gallery‘. Hinter einer Scheibe aus gehärtetem Glas schuf Rolls-Royce eine Bühne für maßgefertigte Kunstwerke. Wähle aus einer Reihe von Künstlern und lasse dir ein Ölgemälde des Chinesen Lian Yangwei zaubern. Oder Thorsten Franck erstellt dir eine vergoldete, in 3D-Technik gedruckte Karte deiner DNA. Wenn dir ein Meer aus feinen Porzellanrosen oder abstraktes Design aus Seide besser passt – feel free und mach das Kreuz auf der Bestell-Liste.

Rolls-Royce Phantom
Selbst die Standardausführung ist ein Design-Schmankerl. Die Analog-Uhr verstärkt den Luxus-Charakter von ‚The Gallery‘

Punkt VIER, warum der Rolls Royce Phantom die ‚Beste Limousine der Welt‘ ist. Dieser edle und doch niemals aufdringliche Luxus sucht seinesgleichen – allerdings vergeblich.

Was eh auch noch interessant ist

In die Fahrertüre ist ein Regenschirmfach (inkl. Regenschirm) integriert, damit seine Lordschaft vom Chauffeur trockenen Designerschuh’s zur Hotel-Lobby geleitet werden kann. Nass zurück ins Fach gesteckt tropft der teflonbeschichtete Parapluie in der beheizten und belüfteten Ausnehmung munter ab.

Rauf und runter – so kannst du mit der Luftfederung die Bodenfreiheit anheben oder absenken. Die Taster dafür findest du in der Mittelkonsole nächst dem iDrive-Drehdrücker.

Rolls-Royce Phantom
Der Drehdrückwählschalter sieht dem iDrive-Knauf von BMW zum Verwechseln ähnlich. Die Konsole kann in der Mittelarmlehne versenkt werden.

Hochfloor-Teppiche, die dich an dein Bärenfell in deinem kanadischen Jagdhaus vor dem offenen Kamin erinnern. Zum Glück wirst du es nie selbst reinigen müssen – das erledigen deine Bediensteten.

Du wirst die Massagesitze im Fond zu schätzen lernen, wenn du nach stundenlangen Verhandlungen endlich die Fahrt zurück ins Schloss antrittst. Vollkommen entspannt dort angekommen, möchtest du dich wichtigeren Dingen widmen, als dich mit Latschenkiefer-Gel einzureiben zu müssen.

Rolls-Royce ist sehr stolz auf die Tatsache, dass der Phantom ein vollkommen eigenständig entwickeltes Auto ist – keine Kompromisse einer Konzern-Plattform. Aus gut unterrichteten Kreisen wurde berichtet, dass beim Phantom die gleichen Radlager zum Einsatz kommen, wie beim 7er BMW. Das Navi zeigt ebenfalls deutliche BMW-Züge. Warum auch nicht gut bewährtes verwenden…

Ein Vergleich macht dich sicher

Augenscheinlich ist der Vergleich mit ’normal‘ großen Autos unserer Zeit. Ein Phantom – mit kurzem Radstand – misst knappe 5,8 Meter. Somit ist er um ca. einen Meter länger als herkömmliche Oberklasse-Limousinen (5er BMW, Jaguar XF, Mercedes E-Klasse, etc.). Damit fällst du garantiert auf.

Rolls-Royce-Phantom
Der Baby-Jag zwischen seinen großen Briten-Onkels. Links im Bild ein Cullinan und rechts unser Test-Phantom VIII. Der Cullinan ist übrigens der erste Rolls-Royce mit Allradantrieb und Anhängerkupplung.

Der Preis von 550 bis 600 tEURO ist eine eigene Liga in den Reihen der Serienprodukte. Bentley kommt mit seinem Mulsane Extendet Wheelbase noch am nächsten (knappe 500.000,- Euro). Die Top-Mercedesse und Maybächer dieser Welt versprühen mit etwa 300 Tausendern geradezu den tristen Todeshauch der Armut. Der noch billigere Tand interessiert dich eh nicht, nehme ich an.

Joseph merkt an, dass das Dachhimmel-Design seinesgleichen sucht. Das liegt vermutlich an den über 1.300 LEDs – quasi ein Sternenhimmel.

Ja, es gibt schnellere Limousinen. Und ja, auch stärkere. Von mir aus auch schönere. Jedoch ist es beim Phantom wie beim seeligen Highlander – es kann nur einen geben.

Fazit des Redakteurs

Einen Rolls-Royce Phantom zu fahren oder von diesem gefahren zu werden ist ein einmaliges Erlebnis. Dieses Luxus-Gefährt ist konkurrenzlos unter den Limousinen dieser Welt. Lautloses Dahingleiten, relaxen und den vermeintlichen Reichtum genießen. Ein paar hundert Kilo-Euronen weniger am Konto sollten dich nicht stören – sie sind’s wert. Schon alleine wegen dem mystischen Sternen-Dachhimmel – fragt’s den Joseph!

Rolls-Royce Phantom
Andreas profiliert sich als Josef’s Chauffeur und sammelt für euch wertvolle Eindrücke – wenn er nicht gerade im Fond dem Luxus fröhnt.

Daten & Fakten des Testfahrzeuges

  • Fahrzeug: Rolls-Royce Phantom VIII
  • Motor: V12 Bi-Turbo Benziner
  • Kraftübertragung: 8-Gang-Automatikgetriebe
  • Hubraum: 6,75 Liter
  • Leistung: 420 kW / 571 PS
  • Drehmoment: 900 Nm bei 1.700 U/min
  • Beschleunigung 0-100 Km/h: 5,3 Sek.
  • Höchstgeschwindigkeit: 250 Km/h
  • Verbrauch (Norm): 13,9 l/100 Km (kombiniert)
  • Verbrauch (Test): 11-19 l/100 Km (je nach Fahrweise)
  • Länge: 576 cm
  • Breite: 202 cm
  • Höhe: 164 cm
  • Radstand: 355 cm
  • Ladevolumen: 548 Liter
  • Leergewicht: 2.560 Kg
  • Reifen: 285/40 R 22 Y
  • Preis des Testautos: EUR 430.000,- (netto ohne Steuern und Abgaben)

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Text und Fotos: Andreas Icha

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Andreas Icha
Mein Name ist Andreas Icha und ich lebe in Wien. Als Key Account Manager in der IT (Informationstechnologie) betreue und berate ich einen ausgewählten Kundenkreis (www.r-solution.at). Kontakt: andreas.icha (at) r-solution.at. Journalistisches Schreiben fasziniert mich schon seit langem – vor allem alle Themen rund um Auto/Motor/Mobilität. Meine großen Vorbilder sind die Redakteure der Autorevue. Stories mit (Wort-)Witz und hohem Informationsgehalt. Schon seit meiner Kindheit gilt meine Bewunderung den britischen Fahrzeugen von Jaguar. Als Mitglied des Vorstandes des ‚Jaguar Daimler Owners Sports & Touring Car Clubs‘ JDOST (www.jdost.at) gestalte ich die Club-Aktivitäten aktiv mit. Kontakt: andreas (at) jdost.at Gemeinsam mit meiner Lebensgefährtin, Mag. Eva Maria Plachy, leite ich das ‚amphora – Institut für persönliches Wachstum‘ (www.amphora.at). In diesem Rahmen gebe ich als Mentaltrainer, Seminarleiter und Trommellehrer mein Wissen weiter. Kontakt: a.icha (at) amphora.at Eine weitere Leidenschaft ist meine Zuneigung zu motorisierten Gefährten. Aus diesem Titel heraus habe ich gemeinsam mit meinem Freund Josef Schwarz die Plattform ‚APE-Marketing‘ (www.ape-marketing.at) gegründet – für Liebhaber der italienischen Kultfahrzeuge APE von Piaggio. Kontakt: a.icha (at) ape-marketing.at Um die Grenzbereiche im Motorsport kennen zu lernen verbringe ich einige Zeit im Jahr mit meinem Renn-Kart am Pannoniaring (www.amphoraracing.wordpress.at).

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