Homeoffice – Liebe inklusive? Fragst du dich wie du bei all dem Druck und den vielen Veränderungen der letzten Tage Homeoffice und Liebe, Lagerkoller samt Ehemann auf einen Nenner bringst?
Fast egal wo du wohnst, in diesen Tagen kommst du deiner unmittelbaren Familie verdammt nahe. Näher als geplant.

Grundsätzlich ist das ja nicht unerwünscht, deswegen bist du mit deinem Partner zusammen, weil wir ihn lieben, weil wir sie vergöttern.

Wirklich?!
Tun wir das?
Mitnichten…

Tägliches Zusammenleben will gelernt sein.

Zu Liebe gehört halt mehr, als sich in den ersten Tagen der Schmetterlinge im Bauch anzuhimmeln und eine tolle Hochzeit zu planen. Die Hochzeit geht irgendwann mal vorbei und es bleiben Erinnerungen, Fotos und Filme an einen Tag in eurem Leben, wo doch die Zukunft vor euch liegt, nicht hinter euch.

Und genau diese Zukunft ist gerade in diesen Tagen etwas unsicherer geworden und etwas anders als geplant.

Das Wichtigste in jeder Beziehung

Das Wichtigste in jeder Beziehung ist eigentlich das gemeinsame Überstehen von schwierigen Situationen. Das schweißt zusammen, in diesen Situationen erkennst du den richtigen Partner.

Ich selbst habe nun einige Tage mit meinem Mann in unserer kleinen Wohnung verbracht, die zwar zwei(einhalb) Arbeitsplätze hat, aber nicht als Aufenthaltsraum und Homeoffice für 7 Tage die Woche konzipiert ist.

Wir müssen arbeiten, Fitness machen, kochen, putzen, essen, schlafen, uns liebhaben, reden, telefonieren. Die Liebe darf da ja wirklich nicht zu kurz kommen!

Und das alles zu jeweils verschiedenen Zeiten. Sein Tagesablauf ist etwas anders als meiner.

Trotzdem gab es keinen Streit, keine Disharmonie.
Und ich verrate dir hier warum.

Der gemeinsame Feind ist da draußen

Partnerschaft in Krisenzeiten
Der Partner, Verbündeter in Krisenzeiten.

Die Basis jeder Liebe, jeder harmonischen Beziehung ist das Erkennen, dass ihr gemeinsam an einem Strang zieht.

In Ermangelung einer g’sunden Herausforderung im Leben, sucht man sich eine andere Herausforderung.

Leider ist das manchmal der eigene Ehepartner.

Blöd.
Gerade in diesen Tagen ist das blöd.
Denn wir können diese Krise nur gemeinsam überwinden.

Ganz egal ob du nun überzeugt bist, dass dich dieser Virus nun erwischen wird oder nicht, ob alles nur völlig übertrieben ist oder nicht, Tatsache ist, dass sich die Welt gerade sehr geändert hat und noch einige Wochen oder Monate so bleiben wird. Und ich denke, wir gewöhnen uns gleich mal dran.

Also…

Dein Partner ist nicht der Feind, er ist der Partner, der dir hilft, den Feind da draußen zu überleben und dich gegen ihn zu schützen. So, wie du auch ihn davor schützt.

Man kann in jeder Gruppe, mag sie klein oder groß sein, sehen, dass sie versucht, sich selbst gegen die „böse Umwelt“ zu schützen. Nie ist der Gruppenzusammenhalt größer als dann, wenn es gilt, einen gemeinsamen Feind zu besiegen.

In diesen Tagen ist das die Angst vor einem Virus, der, wenn man manchen Ärzten, der Regierung und den Medien glaubt, überall lauert.

Bitte versteht mich da nicht falsch – Sicherheitsmaßnahmen sind zu treffen! Doch die Angst brauchen wir nicht, die führt nur zu vorschnellen WC-Papier-Käufen (kleines Scherzchen am Rande…).

Erkenne also, dass dein Partner DEIN PARTNER für alle Lebenslagen ist, in denen du jetzt gerade bist.

Zeiteinteilung im Homeoffice

Homeoffice Zeiten einteilen
Zeiten einteilen und sich abstimmen. Ein wichtiger Punkt in dieser Zeit.

Wenn die Wohnung klein ist und alle da sind, ist es besonders wesentlich einen Zeitplan zu haben, mit dem alle leben können.

Kleinkindern wird man das schwerer erklären können, als größeren, und manche ganz großen Kinder müssen jetzt wirklich lernen, was es heißt, eine Familie zu sein.

Jeder trägt seinen Teil bei, egal ob man mag oder nicht.

Setzt euch zusammen, macht einen Plan, haltet euch daran.

Was braucht er von ihr?

Was braucht sie von ihm?

Findet es heraus, hört zu, redet darüber.

Jeder freut sich über Lob in der Liebe

Gemeinsam im Homeoffice Harmonie
Dem anderen zuhören und auch mal Loben. Eine gute Strategie für Harmonie im Homeoffice.

In Zeiten wie diesen, wenn sich die Wirtschaftslage plötzlich ändert, wenn die Kleinkinder daheim beschäftigt werden wollen, wenn man jeden Tag selbst kochen muss und die Mittagspause so nicht auf 30min zu beschränken ist und die betagte Großmutter Hilfe beim Einkaufen braucht, freut sich jeder über ein gutes Wort.

Kritik wird zu einem Verbesserungsvorschlag

Ist dir schon mal aufgefallen, dass Kritik keinen Vorschlag enthält, wie eine Herausforderung besser zu lösen wäre?

Du magst gerade Regierungen, Ärzte, die Pharmaindustrie oder die Hersteller und Händler von Atemschutzmasken kritisieren, aber lass deine Mitbewohner verschont!

Wenn du schon etwas siehst, was man im Haushalt besser machen kann, dann mach es in dieser Reihenfolge:

  • Finde etwas, das du loben kannst
    • Wenn also deine Frau (oder dein Mann) etwas alleine macht, dann lobe doch einfach mal die Tatsache, dass sie’s alleine probiert hat.
    • Lobe, dass sie da ist und gut gelaunt ist.
    • Freu dich über den Kaffee neben deinem Laptop, den er dir gemacht hat und sag mit einem freudigen Lächeln „danke“.
  • Erst dann frag, ob du einen Verbesserungsvorschlag machen kannst.
  • Und wenn ein „Ja“ kommt, gib deinen süßen Senf dazu. Mit einem Wort, sei freundlich!
  • Und: Spar dir doofe Bemerkungen.

Das Zusammenleben wird ein Klacks!

Gewohnheit durch Homeoffice ändern

Erfinde neue Rituale im Homeoffice
Wenn die bisherigen Gewohnheiten nicht mehr möglich sind – erfinde einfach neue Rituale .

Auf unsere heißgeliebten Gewohnheiten müssen wir wohl alle gerade verzichten.
Fehlt dir das tägliche In-der-Schlange-stehen beim Kaffeesieder deiner Wahl?
Fehlt dir das tägliche Musikhören in der U-Bahn?
Fehlen dir im Homeoffice deine Lieblings-Gewohnheiten?
Kein Problem!

Schichte sie um – bau dir neue auf!
Je schneller du dich an die neue Situation anpasst, desto leichter kommst du damit klar.

Wenn uns die gegenwärtige Situation schon dazu zwingt, den eigenen Kaffee von der eigenen Kaffeemaschine zu trinken, stell wenigstens sicher, dass es die beste Kaffeemaschine ist, die du dir leisten kannst!

Bei mir hat die Anpassung an die neue Situation etwa 2 oder 3 Tage gedauert.
Anfangs hatte ich Bedenken, meinen Mann dauernd um mich zu haben, aber siehe da, alles geht gut.
Er gibt seine Klavierstunden über Whatsapp, ZOOM oder Skype.

Ich coache Singles und Paare ebenfalls virtuell.
Meine Webseite ist übrigens www.wahreliebe.jetzt

Ach ja, eingangs habe ich einen halben Arbeitsplatz erwähnt – das ist ein Klapptischchen im Schlafzimmer. Es wird besonders dann genutzt, wenn einer von uns Kundentermine hat.

Gäbe es das nicht, würden wir uns zeitversetzt die Beine vertreten, einkaufen gehen oder lautlos außerhalb des Bereiches, den die Kamera einsehen kann, Pilates oder Yoga machen.

Neue Situationen – neue Lösungen.

20 KOMMENTARE

  1. Bei uns war es auch etwas merkwürdig. Ich war seit August 2019 im Ausland und dann kam ich coronabedingt sehr plötzlich zurück und nachdem wir uns nur im Dezember und Januar gesehen haben, waren wir 24 Stunden am Tag zusammen. Das ist schon echt anstrengend – zumal ich die ersten zwei Wochen in Quarantäne war. Aber ich habe gemerkt, dass ich mir niemand anderen vorstellen könnte, mit dem ich diese Zeit so gut durchgestanden habe!

    • Oh, das ist rührend! Ich gratuliere!
      Ja, man muss sich erst mal einrichten und an einander gewöhnen. Und wenn es dann so ist, dass man sich keinen anderen vorstellen kann, dann hast du wohl ins Schwarze getroffen!

      Alles Liebe
      Gaby Strasky

  2. Meine Frau und ich sind selbstständig und so schon lange beide im home office. Das hat von Anfang an irgendwie gut funktioniert und selbst wenn es mal kracht arbeitet man danach zusammen weiter oder eben genießt seine Zeit zu zweit zusammen. Ich denke, dass das so gut funktioniert und auch schon vor der Krise gut funktioniert hat, ist eben genau das was Sie angesprochen haben. Wir ziehen am selben Strang. Wir haben die selben Ziele und wollen beide in die selbe Richtung. Vielen Dank für den wertvollen Beitrag! Ich hab mir viel dabei rauslesen können, um es auch in Zukunft harmonisch im homeoffice bleiben zu lassen. 😀

    Ganz liebe Grüße!

  3. Das sind gute Tipps! Ich finde, mit zwei Erwachsenen geht es noch, aber mit Kindern zu Hause ist es nochmals eine ganz andere Nummer…

    • Liebe Karin,
      freut mich, dass dir das hilft.
      Du kannst die Tipps auch auf Kinder ausweiten, vor allem etwas größere Kinder, denn sie müssen auch lernen Teil einer Gruppe zu sein, zu der sie beitragen, damit es allen anderen auch gut geht.
      Es ist sicher bald vorbei!
      Liebe Grüße
      Gaby

  4. Ein sehr spannender Beitrag und tolle Tipps! Ich finde auch, dass das eine ganz andere Situation ist. Man klebt ja immerhin 24h am Tag beieinander. Ich finde aber auch, dass es natürlich zusammenschweißt. Und gemeinsam an einem Strang ziehen, ist in jeder Beziehung am Wichtigsten 🙂

    Liebe Grüße
    Alice von http://www.alicechristina.com

    • Hallo Alice,
      stimmt, es ist schon eine neue Situation, die man sonst ja nur im Urlaub hat und nicht mal da!
      Ich wünsch dir noch eine schöne Zeit, die bald vorüber sein möge!
      Liebe Grüße
      Gaby

  5. Man sollte meinen, dass an einem Strang zu ziehen selbstverständlich in einer Beziehung, egal ob Liebesbeziehung oder andere Beziehungen, sein sollte. Wenn das nicht der Fall ist, sollte man die Beziehung hinterfragen und zwar nicht nur in Krisen.
    Alles Liebe
    Annette

    • Liebe Annette,
      meine Erfahrung ist, dass die allermeisten Paare denken, sie würden an einem Strang ziehen. Doch sie haben die sichergestellt, dass sie tatsächlich am gleichen Strang ziehen. Sie haben nie besprochen in welche Richtung sie gehen und was sie erreichen wollen.
      So kommt es dann, dass die Paare unkoordiniert sich und ganz offensichtlich nicht am gleichen Strang ziehen.
      Das ist kein Grund „die Beziehung zu hinterfragen“, überhaupt nicht!
      Es ist nur ein Zeichen dafür, dass sie denken sie wüssten, was der jeweils andere will, dabei haben sie den Partner nie gefragt. Sie haben angenommen, dass sie telepathisch das gleiche wollen.
      Leider weit gefehlt. Man muss schon darüber reden.
      Man kann nur koordiniert sein, wenn man sich unterhält, miteinander spricht.
      Wie das genau geht, unterrichte ich in meinen Seminaren und im Online-Kurs, der bald herauskommt.
      Liebe Grüße
      Gaby

  6. Tolle Tipps für Leute, die aktuell beides leben: Home office und Partnerschaft! Ich denken die aktuelle Situation ist eine Herausforderung für jeden, glücklich kann sich schätzen, wer das nicht allein erleben muss!

    Liebe Grüße
    Jana

  7. Hallo Gabriele!
    Vielen Dank für deinen Beitrag, der mich oft zum Schmunzeln gebracht hat. Wir leben jetzt seit 20 Tagen in der Ausgangssperre und es geht eigentlich ganz gut. Dennoch werde ich versuchen deine Ratschläge zu beherzigen. Dann wird es sicher noch besser.
    Viele Grüße aus Nizza
    Feli

    • Hallo Feli!

      Schön, dass du lächeln konntest und dass alles gut läuft! Das ist so wichtig in unserer Zeit!
      Es wird sicher bald noch besser gehen und dann ist die Krise auch vorbei, dann gibt es ein Neuerwachen! Wirst sehen!
      Liebe Grüße aus Wien
      Gaby

  8. Auch wenn ich mit dem Inhalt nicht ganz übereinstimme, finde ich viele gute Ansätze.
    Für mich ist vor allem die räuliche Trennung sehr wichtig, damit man klar zwischen den einzelnen „Bereichen“ trennt und nicht beim gemütlichen Abend auf der gleichen Couch sitzt wie beim Arbeiten.

    • Hallo Manuel,

      ja, die räumliche Trennung ist wichtig, aber leider nicht in jeder Wohnung möglich.
      Man muss sich halt nur einig sein und dem anderen den Raum gewähren, den man selbst braucht.
      Wir werden auch diese Krise meistern!
      Liebe Grüße aus Wien
      Gaby Strasky

  9. Ich habe in den Tagen wo ich homeoffice machen musste das Gästezimmer belagert. Glücklichweise haben wir eines. Sonst hätte ich vermutlich vom Bett aus gearbeitet. Ich mag es nämlich nicht, wenn mir jemand beim arbeiten über die Schulter schaut.
    Ich finde es aber auch wichtig, dass man dennoch (oder gerade jetzt) gemeinsame Aktivitäten hat. Ob es der Spaziergang oder nur das gemeinsame Kochen ist, Hauptsache man erlebt sich auch noch als Paar und wird nicht plötzlich zu einer WG von Arbeitskollegen, die zufällig im gleichen Bett schlafen.

    • Liebe Tanja,
      deine Formulierung „Arbeitskollegen, die zufällig im gleichen Bett schlafen“, ist für für manche Paare leider wirklich treffend!
      Wenn’s so weit ist, dann ist die Scheidung auch bald da. Es ist da wirklich wichtig, gemeinsam Dinge zu machen, die Liebes- und Lebenspartner machen. Was genau das sein kann, ist ja für jeden verschieden. Kochen, Laufen, Tanzen, alles ist möglich.
      Du machst das ganz hervorragend! Ein Bekannter von mir hat mir ein Foto geschickt, in dem er das Bügelbrett zum Arbeitstisch umfunktioniert hat – mit einem fröhlichen Lächeln im Gesicht!
      Alles Liebe noch!
      Gaby

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